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Maximal zwölf Meter pro Stunde kam sie voran: Stück für Stück ist am Montag eine 5.500 Tonnen schwere Stahlkonstruktion für die neue A6-Brücke über den Neckar gezogen worden. Die Autobahn wird dort sechsspurig ausgebaut.
Der Stahlbrückenabschnitt im A6-Neckartalübergang bewegt sich in kleinen Schüben Richtung Westen. Am Montagabend erreichte das 5500 Tonnen schwere Bauteil den Pfeiler auf der anderen Neckarseite. Am Dienstag wird diese dritte Taktverschub bis zur Mittagszeit beendet sein. 

Kurz vor der Hochzeit: Immer weiter nähern sich die beiden Brücken des Neckartalübergangs bei Heilbronn. Mit Riesenschritten wächst die Betonbrücke aus Richtung Obereisesheim zum Mittelpfeiler. Die Stahlkonstruktion aus dem Taktkeller unmittelbar neben der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm kommt ihr entgegen. Der Takt 3 hat eine Länge von rund 133 Metern. 

Das heißt, die über 5500-Tonnen schwere Stahlkonstruktion wird über so genannte Litzenheber an 40 Stahlseilen nach vorne gezogen. Verschoben wird über Wasser, den Neckarwehrkanal und das Vorland über die Hilfspfeiler in westliche Richtung. Der rote Vorbauschnabel (Gesamtlänge rund 50 Meter) kragt nach Verschubende ab Dienstag über den Hilfspfeiler an der Brückenachse 251 um rund 40 Meter hinaus. 
Das Spektakel beim Verschub ist gut von der Straße und dem Neckarvorland zu beobachten. Die Hochzeit der beiden Brückenteile, also wenn sich die Stahl- und Betonkonstruktion treffen, ist beim letzten Takt voraussichtlich im September 2018 vorgesehen. Dann wird noch einmal um 96 Meter verschoben. 

Die Stahlbrücke hat nach Fertigstellung eine Gesamtlänge von 511 Meter, die Betonbrücke von 820 Meter. Und ab 1. April 2019 soll der gesamte Verkehr der A6  provisorisch mit sechs Fahrspuren über die Zeit der Bundesgartenschau  über den neuen Neckartalübergang rollen. Dann wird gleichzeitig die alte Brückenzug komplett abgerissen und neu aufgebaut. 

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