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Trotz globaler Drogenverbote nehmen nach UN-Schätzungen weltweit fast 250 Millionen Menschen illegale Substanzen. Für Produzenten und Händler ist das ein Milliardengeschäft. Politiker wie Kofi Annan erklären den "Krieg gegen die Drogen" für gescheitert. Der Ex-UN-Generalsekretär fordert: "Wir müssen den privaten Drogenkonsum entkriminalisieren und die totale Unterdrückung der Drogen aufgeben." Eine drogenfreie Welt sei eine Illusion. Statt Verboten solle wie beim Tabak über Gesundheitsrisiken aufgeklärt werden. Müssen wir neue Wege in der Drogenpolitik gehen? Oder ist die Legalisierung von Drogen verantwortungslos?

In seiner umstrittenen Doku-Reihe "Das Jenke-Experiment" testete der Journalist im Selbsttest harte Drogen wie LSD unter ärztlicher Aufsicht. "Jede Droge hat ein Spaßpotential, sonst würden die Menschen es nicht nehmen. Doch man bezahlt den Glücksrausch teuer", bilanziert der RTL-Reporter. Die restriktive Drogenpolitik der Bundesregierung hält Jenke von Wilmsdorff für wenig sinnvoll: "Die Diskussion um Drogen muss anders geführt werden. Nur Verbieten und Bestrafen ist der völlig falsche Weg."

"Keine Droge führt auf direktem Weg in die Abhängigkeit. In den ersten Jahren waren meine Rauscherfahrungen großartig, überwältigend. Warum sollte ich mir etwas so Faszinierendes madig machen?" So beschreibt der ehemalige Heroinabhängige seinen Weg in die Sucht. Während er als Journalist Karriere beim "Spiegel" machte, setzte er sich täglich heimlich auf der Redaktionstoilette eine Spritze. Jörg Böckem, der seit 16 Jahren clean ist, plädiert für die Entkriminalisierung von Abhängigen: "Kein Süchtiger lässt sich von Verboten abschrecken. Statt Strafverfolgung brauchen wir Aufklärung über Wirkungen und Risiken." 

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