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Wofür man eine Waschmaschine verwendet, weiß jeder – was die verschiedenen Waschprogramme und Symbole in den Textilien wirklich bedeuten, wissen viele jedoch nicht. Die Anleitung vom Wäsche sortieren über die Zeichen auf den Etiketten bis hin zu Waschprogrammen gibt es hier.

Wäsche richtig sortieren

Und noch dazu hat die Erfindung aus Österreich einen herrlichen Namen.

Damit Kleidung und Heimtextilien lange schön bleiben, beginnt der wichtigste Teil bereits vor dem Waschgang in der Maschine: Das Sortieren der Wäsche ist das A und O.

Bettwäsche und Handtücher sollten nicht mit Kleidung in die Maschine wandern, da sie bei einer anderen Gradzahl gewaschen werden.

Nach dieser ersten Vorsortierung geht es weiter. Um Verfärbungen zu vermeiden, sollten möglichst ähnliche Farben zusammen gewaschen werden. Helle und dunkle Wäsche also immer getrennt behandeln.

Die angegebene Gradzahl auf den Etiketten ist der nächste wichtige Indikator. Falls kein Etikett vorhanden ist, sollte das Kleidungsstück besser nur bei 30 Grad gewaschen werden.

In Sachen Empfindlichkeit ist ein Blick auf das Material interessant: Sofern es sich nicht um Baumwolle oder Jeans handelt, sollte es noch einmal genauer betrachtet werden. Materialien wie Wolle, Seide oder Polyester brauchen oft eine Sonderbehandlung.

Quadrat, Kreis, Dreieck – Symbole auf Etiketten verstehen

Die verschiedenen Zeichen auf den Etiketten der Textilien stellen viele Waschanfänger vor ein großes Rätsel. Einige Etiketten sind deshalb mittlerweile extra dick und liefern die Anleitungen zu den Zeichen gleich in verschiedenen Sprachen mit. Das ist aber nicht immer der Fall. Hier gibt es eine kurze Erklärung der wichtigsten Symbole:

1) Die Waschwanne

Die Waschwanne gibt an, ob Kleidungsstücke oder Heimtextilien überhaupt gewaschen werden dürfen. Durchgestrichen ist sie zum Beispiel bei Stücken aus Leder, die nicht gewaschen werden.

Ist eine Hand in der Wanne, so können die Textilien nur von Hand oder im Handwaschprogramm der Maschine gereinigt werden. Waagerechte Striche unter der Wanne bedeuten schonendes Waschen bei der angegebenen Temperatur.

2) Das Dreieck

Dieses Symbol steht für "Bleichen". Bei schlichten, weißen T-Shirts ist Bleichen meist kein Problem. Ist das Symbol aber durchgestrichen, sollten Sie darauf achten, dass kein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel verwendet wird. Auch beim Einsatz von Fleckensalzen ist dann Vorsicht geboten.

3) Das Bügeleisen

Ist das Bügeleisen nicht durchgestrichen, so können die Textilien gebügelt werden. Interessant sind allerdings die Punkte im Bügeleisen. Je weniger Punkte Sie sehen, desto niedriger sollte die Temperatur am Bügeleisen eingestellt sein.

4) Der Kreis im Quadrat

Dieses Symbol steht für das maschinelle Trocknen im Wäschetrockner. Befindet sich im Kreis ein Punkt, sollten die Textilien nur bei niedriger Temperatur schonend im Wäschetrockner mitlaufen.

Bei zwei Punkten ist eine normale maschinelle Trocknung kein Problem. Ist das Symbol durchgestrichen, hat das Kleidungsstück im Trockner nichts verloren und kann sonst seine Form verlieren.

5) Das Quadrat

Das Quadrat steht für natürliches Trocknen ohne Maschine. Befindet sich ein waagerechter Strich im Quadrat, so bedeutet das, dass das Kleidungsstück nur liegend getrocknet werden sollte. Dies ist oft bei empfindlichen Materialien wie Wolle der Fall, damit die Fasern nicht "aushängen".

6) Der Kreis

Mit dem Kreis wird der Verbraucher über die Möglichkeiten der professionellen Reinigung informiert. Ist der Kreis nicht durchgestrichen, können die Textilien chemisch gereinigt werden.

Das ist oft bei Anzügen der Fall. Bei einer chemischen Reinigung werden die Textilien trocken gereinigt. Dadurch quellen Fasern nicht auf und bleiben in Form.

Eco, Buntwäsche, Feinwäsche – richtiges Programm wählen

1) Eco-Programme

Extra-Programme fürs Energiesparen gehören bei den neuen Waschmaschinen mittlerweile zum Standard. Bei den sogenannten Eco-Programmen wird viel Energie gespart, weil das Wasser nicht so stark aufgeheizt wird, wie bei den "normalen" Programmen.

Darüber informiert unter anderem das Umweltbundesamt: "Ein 60-Grad-Eco-Programm hat die Waschleistung eines 60-Grad-Waschganges, läuft aber in Wirklichkeit bei niedrigen Temperaturen." Damit aber dieselbe Waschleistung wie beim regulären 60-Grad-Programm erreicht wird, dauert der Waschgang auf Eco länger.

So können die waschaktiven Substanzen des Waschmittels besser auf die Textilien einwirken. Durch die geringere Wärme wird der Energieverbrauch fast halbiert.

2) Koch- und Buntwäsche

Wenn Sie Kleidung waschen, bei der Bakterien und Keime vollständig abgetötet werden sollen, ist das Programm Koch- und Buntwäsche die richtige Wahl. Vor allem für Babywäsche, Handtücher, Bettwäsche oder Berufskleidung sind höhere Temperaturen empfehlenswert.

Bei Koch- und Buntwäsche geht die Spanne von 30 bis 95 Grad – bei der Auswahl sollte immer auf die Anleitung in den zu waschenden Textilien geachtet werden.

Bei temperaturbeständigen Baumwoll- und Leinengeweben, die stark verschmutzt sind, empfiehlt sich eine 95 Grad Kochwäsche. Um Farben bei Buntwäsche nicht auszuwaschen, ist ein Waschgang mit ähnlichen Farben bei maximal 60 Grad die richtige Wahl.

Generell sollten herkömmliche Textilien auf diesem Programm bei Temperaturen zwischen 30 und 60 Grad gewaschen werden, um ein Einlaufen der Kleidung oder Ausbluten der Farben zu vermeiden.

3) Kurzwaschprogramm

Wer nur leicht verschmutzte Wäsche hat, kann auch mal das Kurzwaschprogramm wählen. Bei diesem werden zwar Zeit und Wasser gespart, allerdings muss das Wasser deutlich schneller aufgeheizt werden, sodass der Energieverbrauch steigt. Das Kurzwaschprogramm ist also nur in Ausnahmefällen wirklich geeignet.

4) Pflegeleicht-Programm

Synthetik-Textilien wie Hemden oder Blusen sowie Baumwoll-Synthetik-Mischtextilien sollten auf diesem Programm gewaschen werden, denn hier wird mit einer sanften Waschbewegung gearbeitet.

Außerdem werden die Textilien schneller als im normalen Baumwollwaschprogramm gereinigt. Weil die Maschenstruktur der Textilien anders ist, wird hier auch weniger Waschmittel benötigt.

Die Füllmenge ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich, liegt bei diesem Programm aber meist deutlich niedriger als die maximale Füllmenge. Manche Maschinen bieten hier noch zusätzliche Auswahlmöglichkeiten wie einen Knitterschutz.

5) Feinwaschprogramm

Diese Art von Programmen ist vor allem für besonders empfindliche Kleidung wie zum Beispiel Blusen, Pullover, Röcke, Kleider, Gardinen oder Spitzenwäsche geeignet.

Bei Feinwaschprogrammen wird erheblich mehr Wasser als bei anderen Programmen benötigt, weshalb die Trommel weniger befüllt werden sollte.

6) Wolle und Seide

Die Trommel sollte bei diesen Programmen nur ganz leicht beladen werden, da zum Beispiel Wolle extrem viel Wasser aufnimmt, was schnell zu einer Überladung der Maschine führen kann.

Benutzen Sie für Wolle außerdem spezielles Wollwaschmittel. Die Spülstopp-Funktion ist bei beiden Materialien wichtig. Sie dient dazu, dass das Waschprogramm das letzte Spülwasser nicht abpumpt.

Somit bleiben die Textilien im Wasser liegen, ohne dass sie in der Maschine geschleudert werden oder verknittern. Ist die Spülstopp-Funktion aktiv, ist es lediglich wichtig, dass die Wäsche nicht zu lange im Spülwasser liegen bleibt, weil das sonst den empfindlichen Fasern schadet.

7) Handwaschprogramm

Mit diesem Programm können empfindliche Kleidungsstücke und Baumwolltextilien gewaschen werden, die laut Etikett eigentlich nicht für Maschinenwäsche geeignet sind.

Die Handwaschprogramme bei neuen Maschinen reinigen Ihre Wäsche besonders schonend und nutzen dabei extra sanfte Waschbewegungen, um die Fasern nicht zu beschädigen.

Und ganz zum Schluss noch ein allgemeiner Tipp: In den meisten Waschprogrammen ist eine Vorwäsche bereits integriert. Bei leicht verschmutzter Wäsche wird diese aber eigentlich nicht benötigt und kann abgeschaltet werden. Das spart zusätzlich Zeit, Energie und Wasser.

Comments

  1. G. S. Indel

    Und nie vergessen, den Stecker in die Steckdose zu stecken.

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