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Das Leben des Genies Nikola Tesla zeigt, dass aus Demütigungen wirklich Großes für die Menschheit entstehen kann. Vor 100 Jahren erfand der schillernde Mann den Drehstrommotor, die Basis aller heutigen Elektro-Motoren. Ein Leben in Ruhm und Anerkennung blieb ihm allerdings versagt. Das lag vor allem an einem nicht weniger berühmten Rivalen – dem Erfinder der Glühbirne Thomas Edison.

Der Hexenmeister aus New York steht in seinem Büro in der 5th Avenue auf einem Podest. Elegant gekleidet, mit Melone und Handschuhen, weist er seine Mitarbeiter an, den Apparat anzuschalten. Was dann folgt ist filmreif.

Millionen von Volt leitet er in die Plattform, auf der er steht. Blitze zucken um seinen Körper und schießen dann wie Feuer aus seinen Händen. Sein Körper knistert noch ein wenig, kurz nachdem die Maschine wieder aus ist.

Nikola Tesla als Magier von New York im Jahr 1899.

Viele Zuschauer sind schon vorher vor Angst aus dem Raum geflohen. Diejenigen, die geblieben sind, sehen, wie sich Nikola Tesla kurz die Kleider schüttelt und dann unverletzt unter dem johlenden Applaus des Publikums von der Bühne tritt.

Es ist die Geschichte des Magiers der 5th Avenue, seines beispiellosen Aufstiegs und seines einsamen Todes.

Eine Jugend in Kroatien

Nikola Tesla begeistert sich schon für die Elektrizität, als er noch keine Ahnung über die Physik dahinter hat. Er bewundert Blitze und elektrische Entladungen in der Natur in seiner Heimat Kroatien.

Diese Faszination lässt den Sohn serbischer Eltern nie mehr los. Ab 1875 studiert er im damaligen Kaiserreich Österreich-Ungarn an der Technischen Hochschule Graz und gilt aus Ausnahmestudent.

Eines Tages präsentiert sein Professor eine neue Erfindung, die so genannte Gramme-Maschine. Sie ist ein elektrischer Motor, der mit Gleichstrom betrieben wird. Gleichstrom ist die Bezeichnung für einen elektrischen Strom, dessen Stärke und Richtung sich zeitlich nicht ändern. Damals ist diese Stromart in einer kaum elektrifizierten Welt das Nonplusultra.

Doch für Tesla hat er einen entscheidenden Nachteil: Die Maschine sprüht aufgrund ihrer Energieübertragung Funken und verschwendet damit Energie. Der Grund dafür liegt an der Konstruktion des Motors.

Unverblümt fragt Tesla seinen Professor: Warum nicht einfach auf Wechselstrom umsteigen? Der wiederum hält seine Idee schlicht für aberwitzig. Eine Demütigung die Nikola Tesla anspornt und von der er sein Leben lang besessen sein wird.

Heureka im Budapester Stadtpark

Porträt von Nikola Tesla wahrscheinlich aus dem Jahr 1893.

1882 schlendert der junge Tesla durch den Budapester Stadtpark und hat einen "Heureka"-Moment. Mit einem Stock zeichnet er das Modell eines neuartigen Motors in den Sand, der mit Wechselstrom funktioniert.

Wechselstrom ist Strom, der in regelmäßiger Wiederholung seine positive und negative Ausrichtung ändert und in der Mitte null ist - eine Art Welle also.

Mit dieser Technik kann Tesla ein rotierendes Magnetfeld so erzeugen, dass die Kräfte im Inneren der Maschine ohne Funkenflug wirken. Und sie erlaubt ihm in direktem Umfeld von 12 Millionen Volt seine Shows abzuhalten.

Er entwickelt zahlreiche weitere Apparaturen und entdeckt einen weiteren Vorteil seines Stroms: Wechselstrom kann ohne nennenswerte Verluste hunderte von Kilometer weit transportiert werden.

Mit 28 Jahren wagt er schließlich die Reise nach New York und begegnet seinem künftig ewigen Antagonisten Thomas Alva Edison. Der ist gerade dabei New York komplett zu elektrifizieren.

Im Gegensatz zu Tesla setzt Edison auf Gleichstrom, obwohl er von der Schwierigkeit den Strom über weitere Strecken zu transportieren weiß. Er möchte mit zahlreichen kleinen Generatoren die Stadt versorgen.

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Tesla trifft durch ein Empfehlungsschreiben Edison und wird sogleich enttäuscht. Denn Edison bleibt verbohrt bei seiner Idee, dass der Gleichstrom die Zukunft der elektrischen Versorgung einer Stadt sei.

Er bietet Tesla 50.000 Dollar an, wenn er seine Gleichstrom-Technologie verbessern kann.

Tesla nimmt an, verbessert den Gleichstrom-Dynamo und erhält sein Geld dennoch nicht. Wütend kündigt er und gründet seine eigene Firma. Wieder wird er von Investoren betrogen und scheint schon 1887 am Ende seiner Karriere zu sein.

Der Krieg um den Strom

Tesla arbeitet als Tagelöhner im Straßenbau. Er scheint bereits mit seiner Vision abgeschlossen zu haben, als er Alfred K. Brown, den Direktor der Western Union Telegraph Company kennen lernt.

Der ist von seiner Wechselstrom-Euphorie überzeugt und überlässt dem jungen Erfinder ein geräumiges Labor. Endlich kann Tesla seine Technologie weiterentwickeln. Er hält die Vorträge, wird zum Magier von New York und gerät in Kreise von Industriellen.

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Einer davon ist George Westinghouse, ein Elektrizitäts-Magnat, der ebenso an den Wechselstrom glaubt. Zusammen mit Tesla zieht er in den Krieg gegen den Gleichstrom und damit gegen Edison.

Westinghouse errichtet Kraftwerke außerhalb New Yorks und wird damit immer mehr zur Bedrohung für Edison. Mit einer Schmähkampagne versucht Edison die Ausbreitung des Wechselstroms zu verhindern und scheitert dennoch.

Binnen zwei Jahren baut Westinghouse mit Teslas Technologie 30 Kraftwerke und versorgt 130 amerikanische Städte mit Strom.

Doch auch Westinghouse nutzt Tesla aus. Tesla ist weniger an Reichtum, sondern vielmehr an der Verbreitung seiner Technologien interessiert. 1898 erfindet er die Fernbedienung, 1899 kann er zum ersten Mal Radiowellen über 1.000 Kilometer weit übertragen.

Westinghouse wittert den großen Profit und speist ihn mit einer 216.000 Dollar Pauschale gegen die Abgabe all seiner Patente ab. Tesla nimmt an, weil er glaubt, dass er in Westinghouse einen Freund hat.

Er zerreißt seinen Vertrag, obwohl er bereits rechtlich Anspruch auf zwölf Millionen Dollar hat. Westinghouse hingegen lässt Tesla endgültig fallen.

Kostenlose Energie für die ganze Welt

Sein letztes großes Projekt soll ein futuristischer Funkturm sein, der Strom in die Atmosphäre leiten soll und die ganze Welt mit Elektrizität versorgen soll. Doch bei dieser Freigiebigkeit sehen die Investoren keinen Profit. Sie springen ab.

Tesla erleidet einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich nur schwer erholt. Trotz seines Ruhms und Hunderten von neuen Patenten ist Tesla aufgrund seiner Leichtgläubigkeit verarmt. Er stirbt einsam 1943 in einem Hotelzimmer in New York.

Die Ironie der Geschichte: Noch 1917 erhält Tesla die renommierte Thomas Alva Edison-Medaille. Die Begründung der Jury: Ohne die Erfindungen Tesla stünden Züge Still, die Städte wären dunkel und die Mühlen tot und nutzlos.

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Comments

  1. Manfred Diehl

    @Thomas Keller #8 Informieren Sie sich mal, was ein gewisser J.P. Morgan im Verhältnis der Herren Tesla, Edison (und Westingshouse) für eine Rolle spielte. Edison war in diesem Kontext nur ein sehr kleines Licht, das man übersehen hätte, wenn er es nicht verstanden hätte, eine Riesenshow abzuziehen.

  2. Thomas Keller

    Edison hat überhaupt nichts erfunden! Der war "Geschäftsmann" und hat jede Menge Patente gesammelt, ergaunert und vermarktet. Warum über den heute so ein Hype gemacht wird ist nicht nachvollziehbar.

  3. Alexander Bosnjak

    @ jana stinsen wie kommt man dazu jemanden etwas vorzuwerfen aber selbst unwissend zu sein. Tesla ist im Königreich Kroatien geboren, jedoch waren seine Vorfahren serbisch stämmig bzw. orthodox. Nur weil er in diesem Gebiet geboren ist, muss er nicht gleich Kroate sein. @ Herr Fleischmann Bevor Sie versuchen ein Artikel über jemanden zu schreiben, sollten Sie bitte vorher besser recherchieren. Wenn alle Stricke reißen, gibt es auch noch Wikipedia ( ist aber auch nicht immer ganz richtig ).

  4. marco kuvuash

    ich finds ja immer interessant solche beitraege zu lesen weil man im vorfeld schon weiss dass man von den gmx bloggern wirklich nicht viel erwarten kann, ich habe das hier nur gelesen und zu sehen ob der blogger auch alles und alles richtig schreibt, was laesst er weg und was laesst er sich einfallen. weggelassen wurde zB dass edison tesla einen job angeboten hat, am ende sollte er $50000 kassieren, 1 jahr und hunderten von patenten die edison angemeldet (die tesla erfunden hatte) spaeter, kuendigte edison ihm fristlos, als tesla sein lohn haben wollte sagte er ihm "du hast wohl von dem amerikanischen humor nichts gehoert" ende der geschichte tesla stirbt alleine, ohne das geld, und als waer das nicht genug nahm sich edison die polizei, stuermte das haus von tesla nachdem er gestorben ist und liess alles konfiszieren, viele erfindungen und patente. erst danach ging es fuer edison richtig bergauf, er klaute alles unbekannte von tesla und meldete es an, liess es entwickeln. edison: einer der groessten verbrecher den es je gab.

  5. max bauer

    "Wechselstrom kann ohne nennenswerte Verluste hunderte von Kilometer weit transportiert werden" Leider etwas ungenau... Wechselstrom kann sehr leicht auf andere Spannungspegel transformiert werden, die sich dann mit weniger Verlusten übertragen lassen. Hunderte Kilometer an Leitung bereiten dabei aber durchaus Schwierigkeiten (auch welche, die man mit Gleichspannung nicht hat). Nicht umsonst sind in letzter Zeit immer wieder Konzepte für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung aufgetaucht.

  6. Bernd Gehm

    Freie Energie und Aluhüte für alle :-)

  7. jana stinsen

    typisch wie jeder bericht hier immer mal wider aus den fingern gezogen und absolut nicht wert zum lesen: Erstens war er ein kroate und ist in kroatien geboren und nicht ein östereisch-kroate ok den das gibt es nicht.Ich weiss jedes piss land heute versucht sich mit seinem namen in verbindung zu setzen. So wie heute auch die amis behaubten er sei amerikaner . Zweintens er hat es nicht mit 28 erst gewagt nach usa zu gehen er war mehr dazu gezwungen den er wolte sein patent in sarajevo anmelden und wurde ausgelacht und weggeschickt danach war seine einzige möglichkeit amerika. Und Edison war nichts im vergleich zu ihm den Edison hat erst duch Tesla sein durchbruch gehabt Tesla war im allem edison weit vorraus

  8. Mike Smith

    Thomas Edison hat die Glübirne nicht erfunden, dass man das immer noch Leuten sagen muss....Er hat lediglich als erstes das Patent dafür beantragt,nachdem er die Idee, wie so viele die angeblich von ihm stammen, einem Kollegen gestohlen hat....Ohne Edison und Westinghouse hätte wir schon längst kostenlosen Strom für alle -_-

  9. Wata Dumas

    Ohne Elon Musk hätte niemand über Tesla geredet... kleiner Scherz, ich wollte euch nur ein wenig ärgern ;-)

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