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Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Zukunft der Milliardenhilfen für Griechenland beraten.

Wie es am Dienstag in Regierungskreisen hieß, werde sich an diesem Freitag in der US-Hauptstadt auch die "Washington Group" treffen, bestehend aus IWF-Präsidentin Christine Lagarde sowie Vertretern von Europäischer Zentralbank (EZB), des Euro-Rettungsfonds ESM und mehreren europäischen Finanzministern.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Athen hofft, bis dahin das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewonnen zu haben, um sich wieder selbst Kapital beschaffen zu können. Regierungschef Alexis Tsipras ist zuversichtlich, dass das Land von August an finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen kann. "Wir sind auf der Zielgeraden", sagte Tsipras am Dienstag im Fernsehen. In den kommenden Monaten muss Athen viele Bedingungen für die Hilfen erfüllen, vor allem Privatisierungen.

Frankreich kann sich Schuldennachlässe und eine Verlängerung der Hilfskredite mit Deckelung der Zinsen vorstellen. Nach der Fast-Pleite liegt Griechenlands Schuldenlast bei knapp 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - bei Deutschland sind es etwas mehr als 60 Prozent. Finanzminister Scholz will erst eine Überprüfung der bisherigen Reformschritte abwarten, es war unklar, ob in Washington schon Vorentscheidungen über das weitere Vorgehen fallen werden.

Die IWF-Tagung beginnt mit dem inoffiziellen Teil an diesem Donnerstag und dauert bis Sonntag. Scholz fliegt am Mittwoch in die USA, muss aber wegen des SPD-Bundesparteitags schon am Freitag wieder abfliegen. Ein Thema werden auch die neuen US-Handelszölle sein, von erhöhten Zöllen auf Aluminium und Stahl wurde die EU zunächst bis 1. Mai ausgenommen.© dpa

Comments

  1. Herbert Ander

    Den Rentnern und den Bürgern soll´n ruhig weiterhin die Mägen krachen, die Banken aber woll´n wieder was zu feiern haben und zu lachen. Deshalb her mit neuerlichen griechische Krediten, das bisherige Geld, wir alles schon verbrieten. Gebt uns endlich Weiteres zum schnelleren Verbraten, dann geht´s uns besser, werden wieder fit für neue Taten. Die paar Extrazinsen uns nicht schrecken, irgendwer irgendwann wird´s schon z´ruck Euch pecken. mehr zu essen bekommen´s nicht auf nix als das schöne G´sicht;

  2. Hans-Jürgen Meyer

    Ohne Worte

  3. Bernhard Hartmann

    Kommentar 11 - sorry Griechenland"

  4. Bernhard Hartmann

    Gebt lieber jedem Bürger das Geld direkt in die Hand und vor allem den Rentnern in Grieschenland, denn sonst wandern die Mrd. wieder in Vetternwirtschaft,zu Parteikumpels und in den Taschen der Eigentümer und Anleger der Banken. Was wäre schon dabei wenn ein Land bei Null anfängt und sich Regeneriert? Ich glaube Island hat sich nach der Bankenkrise selbst wieder auf die Beine geholfen und hat die "Skandalbanker in den Knast gesteckt.

  5. Mia Lugner

    #Peter Lachmann Genau Herr Lachmann (Ihr Name ist wohl Fakt), Deutschland bezahlt wieder Milliarden damit die Griechen Zinsen an uns zurückzahlen können. Und so geht das bis es irgendwann gar keinen Euro mehr gibt. Immer und immer im Kreis, aber es sind und bleiben Milliarden gezahlt durch den deutschen Steuerzahler. Es werden nur immer mehr, wie sollen die Griechen denn diese Zinsen bitte bezahlen^^. Irgendwann kommt dann eh der Schuldenschnitt. Was für ein volkswirtschaftlich geradezu fortschrittliches Modell^^. Mit deutschen Krediten, deutsche Kredite ab zu bezahlen. Wie läuft das bei Ihrer Hausbank, schon mal versucht Ähnliches zu realisieren ;-)

  6. Mia Lugner

    Die deutschen Milliarden stehen schon in den Startlöchern. Da muss sich Griechenland doch keine Sorgen machen, Deutschland bezahlt alles. Was kostet die Welt^^.

  7. Oblong Bolligru

    Peter Lachmann ..."und wurde von den EU-Institutionen u. dem IWF gezwungen, Steuern u. Abgaben der Bürger/-innen zu erhöhen..." Wie denken Sie denn darüber, daß es in Griechenland äußerst unüblich war, Steuern zu zahlen? So trat ein griechischer Reeder im Frensehen auf und gab an er würde auch nicht einen einzigen Cent Steuern zahlen. Übrigens hat er tatsächlich das Recht dazu, denn dies sichert ihm die griechische Verfassung zu. Niemand weiß genau, wer welches Grundstück besitzt und eigentlich Steuern zahlen müßte. Die Steuerverwaltung steht ohne EDV da und stapelt Akten im Keller. Ein Staat kann ohne Steuererhebung nicht funktionieren. Warum sollen die anderen europäischen Länder dafür aufkommen, insbesondere dann, wenn die Griechen im Durchschnitt mit 55 in Rente gehen? Und, in Griechenland arbeiten 48% im öffentlichen Dienst, in Deutschland 15%.

  8. Peter Lachmann

    Zitat Artikel: „Hilfspaket für Griechenland“ Das ist kein „Hilfspaket für Griechenland“, denn die Gelder gehen NICHT an den griechischen Staat, sondern hauptsächlich an griechische Banken, damit diese ihre Zinsen an die Gläubiger bezahlen können. Der griechische Staat bekommt keinen einzigen Euro geschenkt: EZB, ESM, EU-Kommission u. IWF gewähren dem griechischen Staat Kredite, für die er Zinsen zahlen muss. Diese Zinsen gehen auch wieder zurück an Deutschland, Deutschland ist also kein „dummer Einzahler“, sondern verdient daran. Außerdem darf Griechenland kaum Gelder in die eigene Wirtschaft investieren, und wurde von den EU-Institutionen u. dem IWF gezwungen, Steuern u. Abgaben der Bürger/-innen zu erhöhen, Sozialleistungen zu kürzen und noch rentable Staatsbetriebe zu privatisieren. So kann die griechische Wirtschaft nicht wieder auf eigene Beine kommen. Das ist so, als ob man versuchen würde, einem Hungernden durch Nahrungsentzug zu helfen. Siehe auch „Die Anstalt“ im ZDF über Griechenland.

  9. Oblong Bolligru

    Harka Hertel#6 "Die harte Finanzpolitik Schäubles hat sich voll bewährt." Schäuble fordert seit Jahren eine Finanztransaktionssteuer und ein Ende des Steuerdumpings. Hat er sich etwa durchgesetzt? Wie kann es sein, daß Steueroasen international agierenden Konzernen die Möglichkeit bieten, kaum Steuern zu zahlen und durch Tricksereien in Deutschland schon gleich gar nicht, obwohl hier die Gewinne erzielt wurden? Scheuble hat rein gar nichts geschafft. Die Banken in Italien und Griechenland stehen seit langem vor der Pleite und wehe, wenn das schief geht. Dann MUSS nämlich der deutsche Steuerzahler einspringen, ob er will oder nicht, weil Scheuble die Verpflichtung dazu eingegangen ist, auch unter Einfluß von Merkel.

  10. Harka Hertel

    Oh, hier sind ja schon wieder die richtigen Experten unterwegs. Leute, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ... . Die harte Finanzpolitik Schäubles hat sich voll bewährt. Deutschland baut Schulden ab. Griechenland baut Schulden ab. Es wurde eben rein gar nichts den Griechen geschenkt oder gespendet. Varufakis ist einer von denen, die den Schlamassel überhaupt zu verantworten haben. Mit seinen Propagandaauftritten und Bemerkungen wie "Am Ende zahlen immer die Deutschen" wollte er nur Ängste schüren und den Schuldenschnitt erpressen. Es hat nicht funktioniert. Deutschland hat sich durchgesetzt.

  11. Carlos Mobile

    Und wenn die Fußball WM läuft, werden wieder Milliardenhilfspakete im dunklen Kämmerlein beschlossen. Der Michel ist ja abgelenkt durch Fußball, gelle Merkel?

  12. Oblong Bolligru

    "Am Ende zahlen immer die Deutschen"- Originalton Varufakis, der ehemalige griechische Finanzminister

  13. Klaus Schneider

    Zitat 17.4.18 "...EUROPA Debatte über Schuldenschnitt für Griechenland beginnt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird Reuters zufolge am Rande der IWF-Frühjahreskonferenz in dieser Woche auch über mögliche Schuldenerleichterungen für Griechenland sprechen. Dort ist ein Treffen der sogenannter „Washingtoner Gruppe“ geplant, der neben EU-Vertretern Repräsentanten des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und des Euro-Rettungsfonds ESM angehören. Der Runde sollen demnach in der US-Hauptstadt mehrere Optionen für Schuldenerleichterungen für Griechenland vorgelegt werden. Der IWF fordert seit vielen Jahren einen Schuldenschnitt, weil die griechischen Staatsschulden nicht nachhaltig sind und sich die Wirtschaft nicht ansatzweise so entwickelt hat, dass der griechische Haushalt den aktuellen Schuldendienst leisten könnte...etc..(reuters/dwn)

  14. *****

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  15. Raimund Krüger

    Das Athen-Paket läuft aus, das heißt im Klartext Griechenland möchte demnächst weitere Milliarden aus dem Eurotopf der dummen Einzahler haben, wenn ich es richtig verstehe.

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