In der "Höhle der Löwen" kriegen es die Investoren dieses Mal mit einem "Geschäft" ganz anderer Art zu tun. Und süße Hundewelpen "versauen" einem Grazer fast die Präsentation. Ob es trotzdem zum "großen Geschäft" kam, verrät diese Bildergalerie. © teleschau - der mediendienst GmbH

Das war auf gut Deutsch eine ziemlich besch... Sendung: Um "das große Geschäft" ging es in der aktuellen "Höhle der Löwen" nicht nur dank der Po-Dusche "HappyPo". Judith Williams sah's wie immer positiv: "Bei den vielen Pos, die es gibt, das könnte skalieren!" Ein kleiner, haariger Hintern hatte allerdings auch seinen großen Auftritt und machte sein "Geschäftchen" direkt vor Frank Thelens Füßen. Hat er den Deal verkackt?
Es fing so süß an: Marcus König (35) kam aus Graz angereist und hatte einen ganzen Stall voll Hundewelpen im Gepäck. Das dauerte erst mal, bis die "Oh, wie süüüüß!"-Rufe verklungen waren. König hat den "Yumminator" entwickelt, einen rutschfesten Napf für Tierfutter. Den sollten die achtwöchigen Energiebündel präsentieren - beziehungsweise wie viel Chaos sie mit herkömmlichen Näpfen anrichten.
"Klappt doch super!", fand Carsten Maschmeyer (links), Herrchen zweier Labradore, wie er verriet. Ja, der Vorführeffekt! "So ordentliche Welpen habe ich noch nie gesehen", wunderte sich auch Judith Williams (Mitte). "Das macht ja nichts, wenn einer nachher fehlt?", wollte sie wissen.
Prompt setze einer der Racker ein großes Häufchen genau vor Frank Thelen aufs Podest. Der ist bekanntlich völlig immun gegen niedliche Tierbabys, fand das aber dann doch ganz lustig. "Ich bin beeindruckt von deinen Verkaufszahlen", lobte er den Grazer, der bereits 25.000 Näpfe in sechs Monaten verkauft hat. "Aber mit Hundefütterung hab ich nix zu tun."
"Happy Cheeze" aus Cuxhaven, Unfall-Chirurg Dr. Mudar Mannah (44) und Rocky Wüst (35, im schicken Käse-Kostüm), bieten vegane Käsealternativen in vielen Varianten an und nutzen dafür die Milch aus Cashewkernen. "Ich muss mich kurz outen", erklärte Ralf Dümmel. "Meine Mutter wird mich hassen: Ich esse keinen Käse! Schmeckt das wie Käse?" - "Nein!", meinte Dagmar Wöhrl sogleich.
"Es kommt nah dran", ergänzte Williams. "Herr Dümmel, vielleicht ist das jetzt ein Life-Changing-Moment für Sie", ermutigten ihn die Gründer. "Auf euch höre ich. Auf meine Mutter nicht!", verkündete der und biss todesmutig ins Brot. Verwunderung: "So schmeckt Käse? Mir schmeckt's!" - "Wo ich geschmacklich noch nicht bei euch bin, ist beim Preis", warf Thelen ein.
Ja, das leidige Thema: 500.000 Euro wollten die beiden - und das für gerade mal zehn Prozent der Firmenanteile. "Ihre Bewertung ist Käse!", stimmte Milliardär Maschmeyer (links) gewohnt wortgewandt seinem Kollegen zu. Dennoch mauschelten die beiden miteinander, was für Gründer immer ein gutes Zeichen ist. "Lass uns das zusammen machen!", flüsterte Maschmeyer.
Und verkündete dann: "Sie haben einen Vorteil bei mir. Einer meiner Söhne isst vegan. Und der hat immer wieder Käse probiert. Hat oft nicht geklappt." - "Wir würden euch die 500.000 geben, bräuchten dafür zusammen aber 30 Prozent", bot Thelen an. "Das sind ein bis zwei Millionen an Zeit-Investment. Sie kriegen heute Abend meine Handynummer. In den nächsten sieben Tagen bin ich bei Ihnen in der Firma!", ergänzte der Milliardär. Deal!
Nach Mutter Dümmel war dann Mutter Thelen dran: "Denkt immer an meine Mutter!", gab Sohn Frank den nächsten Gründern, Joanna Wiese (30, rechts) und Rustam Ismailov (30, links), mit auf den Weg. "Wie nutzt meine Mutter euer Produkt?" Mit "Vulpés" bieten die Kieler Einlegesohlen und Mützen mit Wärmepads an, die über eine App steuerbar sind.
"Mit den Fußwärmern laufen Sie bei mir offene Türen ein!", verkündete Carsten Maschmeyer. "Ich werde es nie vergessen: Bei der Bundeswehr hatte ich das schlechte Timing, dass ich am 1. Oktober anfing. Und in den ersten drei Monaten geht man dann oft wandern. Das war ein sehr kalter Winter. Ich hätte am liebsten meine Füße ins Feuer gestellt." Einen Deal gab es trotzdem nicht. Achtung, Wortspiel ...
"Sie rufen mit zwei Millionen Euro einen ganz heißen Preis auf", begründete Maschmeyer seine Entscheidung. "Der ist mehr als 55 Grad! Wir Investoren brauchen aber einen kühlen Kopf. Da bekomme ich als Investor kalte Füße." Das Gesicht von Frank Thelen (im Bild) sah auch nicht so glücklich aus, da fragte Joanna Wiese mutig nach: "Herr Thelen?" - "Frank!", betonte der.
"Es ist einfach extrem unhandlich. Meine Mutter holt nicht jeden Tag ihre Sohlen raus und klemmt die an zwei USB-Ladegeräte ? Funktionale, intelligente Kleidung ist ein großer Zukunftsmarkt. In ein paar Jahren können wir uns dumme Kleidung gar nicht mehr vorstellen. So ein Markt ist sehr hart umkämpft. Ihr seid chancenlos, wenn ihr euch breit aufstellt. Sucht euch ein Thema und bietet Exzellenz."
Der Fokus fehlte auch bei Benedikt Kirsch (37, rechts) aus Wien. Er verkauft unter dem Namen "Tukluk" modulare Spielmatten zum stolzen Preis (230 Euro für drei Dreiecke!). "Braucht ihr noch jemand handwerklich Unbegabtes?", erkundigte sich Ralf Dümmel (Mitte) bei zwei kleinen Baumeisterinnen. "Wenn damit selbst der Ralf Häuser bauen kann, dann investier ich!", versprach Frank Thelen.
Das war leider nur ein Scherz. Denn ein Löwe nach dem anderen stieg aus - auch weil Kirsch noch so viele andere Produkte in der Pipeline hat. Doch "Mr. Regal" hatte offenbar Blut geleckt und wollte erst mal "Tukluk" massentauglich machen: "Man muss für 199 Euro ein Haus bauen können." Statt zehn Prozent forderte Dümmel allerdings 25,1 Prozent für 180.000 Euro und sicherte sich einen weiteren Deal!
Weniger Glück hatten die "detoxRebels" aus Köln. Martin Bressem (27, links) und Jonas Höhn (28) veranstalten alkoholfreie Partys in außergewöhnlichen Locations. Allerdings sind ihre Events ohne Sponsoren nicht profitabel. "Ein Sponsor will danach Effekte", warnte Maschmeyer. "Für Investoren ist das eher ein Katerfrühstück." Der Rest des Rudels stimmte zu: "Die Abhängigkeit von Sponsoren ist gefährlich!"
Und dann schlug die große Stunde von "HappyPo". Thelen verzweifelt: "Judith, erklär mir das mal!" Rätselraten: "Das Logo ist ein Po im Sonnenuntergang!", stellte diese fest. "Eine Bräunungsmaschine für den Po?", spekulierte Thelen. "Oder ist das eine elektrische Bürste für den Po?" - "Du darfst nur die elektrische Zahnbürste nicht zu sehr in die Nähe stellen", scherzte Williams. "Nicht, dass du es verwechselst."
Alles falsch! "HappyPo" ist "Die kleine Dusche nach dem großen Geschäft", wie die Erfinder Oliver Elsoud (33, links) und Frank Schmischke (28) aus Berlin erklärten. Die beiden brennen für ihr Thema und berichteten sogleich von der Geburtsstunde: "Wir gehen abends zum Mexikaner und essen scharfe Salsa und am nächsten Morgen, bei meinem Ritual mit Kaffee und Zigarette... da passieren Sachen, da genügt mir Klopapier einfach nicht."
"Nicht zu ausführlich!", unterbrach ihn Williams. Jedenfalls empfehlen Ärzte klares Wasser als Reinigung. "Oder wie meine Oma Gertrud sagen würde", verkündete Oliver (rechts): "Ärschle gut, alles gut!" Nun arbeiten die beiden an der Mini-Version für die Handtasche. Maschmeyer fassungslos: "Bei uns reicht das Handtäschchen jetzt schon nicht für Lippenstift und Co. Jetzt muss da auch noch ein Bidet rein!"
Außerdem gab er zu bedenken: "Die Anwendung eignet sich eher nicht fürs Teleshopping oder YouTube." Alles kein Problem für Dagmar Wöhrl (links): "Für mich ist das ein emotionales Thema. Wir kriegen ein neues Bad zu Hause, und ich habe meinem Mann gesagt, ich möchte bitte die Brause neben der Toilette haben. Wie in Arabien. Ich liebe das!" 120.000 Euro gab's für 25 Prozent der Firma.
Da konnte Maschmeyer (links) nur noch "gute Geschäfte" wünschen. Und im Hause Williams wird bald auch gesprudelt: "Dagmar, ich möchte zu Nikolaus die 'HappyPo'-Brause haben." - "Das kannst du am Geburtstag auch noch als Wasserpistole benutzen!", schlug Maschmeyer vor. Der betätigt sich nächste Woche als "Einbrecher": In der vorerst letzten Folge unterzieht er den "Fensterschnapper" von Detlev Sommer (rechts) einem harten Praxis-Test.

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