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Gute Laune im Trödel-Paradies: Noch nie hatte sich Horst Lichter bei einer Rarität so vor Lachen gekrümmt wie am Freitag bei "Bares für Rares". Was ihn so erheiterte, und warum er sich gar nicht mehr einkriegte, zeigt die Galerie. © teleschau - der mediendienst GmbH

Horst Lichter gefielen die Designer-Sessel eigentlich richtig gut. "Schönes Korbstühlchen, da kann man nix sagen", meinte er. "Die wurden ja mal gekauft mit viel Liebe, Leidenschaft. So ein Korbstuhl, gemütlich, schöne Kissen rein ...", sinnierte er weiter.
"Ich hab die geschenkt bekommen", zerstörte Verkäuferin Claudia seine Fantasien. "Da hätt' ich mir schon Gedanken gemacht", scherzte Trödel-Horst. Denn besonders praktisch wären sie ja nicht.
"Da wollte die auch jemand loswerden, weil die so unhandlich sind", musste Claudia über die voluminösen Sessel lachen. Auch bei ihr standen sie nur auf dem Speicher rum, wegen des Platzmangels im Wohnzimmer.
Dennoch vermutete Horst Lichter einen gewissen Wert im ungeliebten Sitzmobiliar: "Ich geh mal ganz schwer davon aus, da steckt ein riesen Designer dahinter?" Das Stichwort für Sven Deutschmanek, sein Expertenwissen anzubringen ...
"Ja, einer der bekanntesten Nachkriegs-Architekten, Egon Eiermann", wollte er loslegen, wurde jedoch von einem Lachanfall seitens des Moderators unterbrochen. Ei-förmige Sessel von einem Herrn Eiermann - das war zu viel für den Moderator.
"Sie sehen aus wie kleine Eierbecher", wurde auch Sven von der heiteren Stimmung angesteckt. Horst fiel es sichtbar schwer, die Contenance zu behalten.
Sven ließ sich davon nicht beirren: Modell E 10 aus Rattanpalme, nicht stapelbar, aus den 60er-Jahren. Aber: "Man muss sie lieben. Rattan ist derzeit nicht so beliebt." 200 Euro wollte Claudia haben, 300 bis 400 Euro schätzte Sven - doch wie viel wollten die Händler für die Eier-Sessel zahlen?
Julian Schmitz-Avila machte es sich erst mal gemütlich. "Kann man die draußen aufm Balkon stehen lassen, wenn's regnet?", holte er sich praktische Tipps von den Kollegen. "Sehr bequem." Interesse war da.
Beim Namen Egon Eiermann ging es Walter Lehnertz ähnlich wie Horst Lichter: "Ja gut, die haben ja auch die Form von einem Ei."
Markus Wildhagen (rechts) erkannte den Wert der Korbstühle aber: "Ich fang' mal mit 400 Euro an." Schätzpreis bereits erreicht. Ein guter Start.
Jetzt lief Claudia zu verkäuferischer Bestform auf und pries die Vorzüge der Sessel an. Doch für Waldi stand fest: "Das komische Rattan kauf ich nicht."
Und doch ging es mit dem Preis noch ordentlich nach oben. Am Ende kaufte es Julian für 750 Euro - ein sensationeller Deal!
Ebenfalls in Kauflaune waren die Händler beim Porzellanservice von Augarten, das sie sich für 300 Euro sicherten.
Für die Damen-Uhr von Jaeger-LeCoultre gaben sie satte 1.800 Euro aus.
Für ein Reise-Necessaire von 1900 wurden immerhin 330 Euro berappt.
Drei Ringe und eine Spinnen-Brosche waren ihnen sogar 1.600 Euro wert.

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