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Dieter Nissen trug am Donnerstag etwas zu "Bares für Rares", von dem er sich nicht allzu viel versprach. Ein altes, rostiges Blechschild mit Werbeaufdruck machte auf den ersten Blick nicht viel her. Umso erstaunlicher, was dann geschah.

Verkäufer Dieter Nissen wusste, dass manche Emaille-Schilder einen hohen Sammlerwert haben. Vom eigenen Blech war er allerdings weniger überzeugt: "Das gibt es wohl zuhauf", vermutete der 58-Jährige. "Wie kommst du denn an dat Schild?", erkundigte sich Horst Lichter. "Letztes Jahr sind meine Eltern verstorben und wir haben das Haus geräumt", erklärte der Polier aus Bad Segeberg.
Wie sich herausstellte, stand neben dem Experten Sven Deutschmanek ein weiterer Experte: nämlich Horst Lichter selbst. Der arbeitete früher in einer Braunkohle-Fabrik an der Brikett-Presse. Das Schild weckte Erinnerungen. Daher auch sein Urteil über das Fundstück: "Sehr schön!"
Experte Sven Deutschmanek wusste: Emaille-Schilder wie dieses entstanden als witterungsbeständige Alternative zu Papp- und Papier-Plakaten. Rost war dennoch zu sehen auf dem Stück aus den 1920er-Jahren. Auf Horst Lichters Frage, was er dafür haben wolle, antwortete Dieter Nissen bescheiden: "80 Euro. Und wenn es weniger wird, ist es auch gut."
"Wichtig bei Emaille-Schildern ist, dass das Hauptmotiv nicht beschädigt ist", so Experte Deutschmanek. 100 bis 120 Euro lautete daher die Expertenschätzung. Die Händler hatten allerdings anderes im Sinn ...
"Und Sie wollen Kohle für die Kohle?", kalauerte Händler Steffen Mandel, alias Steve, gleich mal los. Doch wie viel Kohle bringt ein altes, rostiges Blechschild? Die Händler wirkten zumindest neugierig auf das Verkaufsobjekt. "Die Farbe gefällt mir schon mal", spielte Julian Schmitz-Avila (M.) auf den von ihm geschätzten Fußballverein Borussia Dortmund an.
Der Rost störte die Händler nicht: "Das gehört dazu", fand Schmitz-Avila. Auch Jan Cizek begeisterte sich geradezu für die Rostflecken: "Das ist tolle Patina!" Er bot 110 Euro. "Hört sich gut an", ließ sich Dieter Nissen in die Karten schauen. Was er nicht ahnte: Da ging noch mehr!
Alle außer Elke Velten boten mit. Das Verkaufsgespräch spitzte sich zum Duell zwischen Julian Schmitz-Avila und Steve Mandel zu.
Die beiden Händler schaukelten sich hoch, bis Schmitz-Avila der neue stolze Eigentümer wurde - für 300 Euro.
"Das sind Gewinnerfarben", freute sich der BVB-Fan. Auch Dieter Nissen hatte Grund zur Freude. Er verdiente mehr als dreimal so viel wie erwartet und verließ ohne Gewinnerfarben, aber als Gewinner das Studio.

Comments

  1. *****

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  2. Matthias Lauterer

    Peter, Du hast ja sooo recht - ich schlage mal Friedrich Merz vor als Lichter-Ersatz.

  3. Peter Dworsky

    Herr Lichter ist ein sehr aroganter Moterator und eine sehr komische Figur. Ich würde nicht so auftrehten. Ich würde gerne die Sendung weiter ansehen,nur mit diesen Komiker nicht.Der sollte sich mal im Spiegel ansehen! Jeden quatscht er mit "DU" an.Außerdem ist er sehr unhöflich und nimmt allen das Mitgebrachte aus den Händen. Ich kann diesen Menschen keine Achtung geben,tut mir Leid...es gibt bessere Moteratoren...soll es mal mit Kochen versuchen,das ist wohl nicht seine Stärke!!! Sonst bräuchte er diese Sendung nicht moteriern. Ich kann diese Person nicht akzeptieren...nette Menschen gibt es nicht so offt.Versucht mal einen anderen zu finden...VG Peter

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