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Italiens Verbandschef Carlo Tavecchio hatte ein mögliches Scheitern als "Apokalypse" bezeichnet. Genau diese ist jetzt eingetreten. Italien verpasst die WM-Endrunde in Russland - erstmals seit 60 Jahren. Jubel dagegen in Schweden.

Schon Sekunden nach dem bitteren WM-Aus flossen bei Torwartlegende Gianluigi Buffon die Tränen. Das erstmalige Verpassen einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 60 Jahren hat die Squadra Azzura bereits unmittelbar nach dem Abpfiff tief getroffen. Schon im Vorfeld der Playoffs hatte Italiens Verbandschef Carlo Tavecchio hatte ein mögliches Scheitern mit einer "Apokalypse" verglichen.

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Italien nicht zur WM 2018: Tränen und Schock nach Remis gegen Schweden

Erstmals seit 60 Jahren wird Italien nicht zu einer Fußball-WM fahren. Emotionale Bilder des Untergangs.

Erste WM ohne Italien seit 1958

Der viermalige Titelträger fehlt 2018 in Russland, nachdem es im Playoff-Rückspiel gegen Schweden am Montag trotz drückender Überlegenheit nur zu einem 0:0 reichte. Im Hinspiel in der Qualifikation am Freitag hatte es in Stockholm ein 0:1 gegeben. 1958 fand bislang letztmals eine Weltmeisterschaft ohne Italien statt.

"Es tut mir nicht für mich persönlich leid, sondern für die ganze Mannschaft und das ganze Land. Wir haben etwas verpasst, dass auf so verschiedenen Ebenen viel bedeutet hätte", sagte der 39-jährige Buffon, der nicht zu seiner sechsten WM fahren wird. "Aber wir sind stolz und stark. Wir werden versuchen, uns davon zu erholen, wie wir das immer gemacht haben." Für ganz Italien sei das Fehlen bei der WM eine "Katastrophe", meinte Buffon, der auch im TV-Interview weinte.

Die äußerst passiv agierenden Schweden lösten in Mailand hingegen zum zwölften Mal das WM-Ticket und sind nach zuletzt zwei gescheiterten Versuchen erstmals seit 2006 wieder dabei.

Vor elf Jahren waren die Skandinavier im Achtelfinale an Gastgeber Deutschland gescheitert. Schweden steht als 29. von 32 WM-Teilnehmern fest und feierte den unerwarteten Erfolg mit einer blau-gelben Jubeltraube auf dem Rasen.

Bei hitziger Atmosphäre im legendären San Siro übernahmen die Gastgeber von Trainer Gian Piero Ventura schnell die Initiative und drängten auch ohne den gelbgesperrten Spielmacher Marco Verratti auf den frühen Führungstreffer. Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile war einer der Aktivposten, vergab jedoch seine besten Möglichkeiten (40. Minute/64.). Auch seine Kollegen machten es nicht besser, bis zur Pause reichte es trotz klarer Vorteile beim Ballbesitz nicht zum Treffer.

Siegtorschütze von Hinspiel verletzt

Die Schweden kamen hingegen nur sehr selten aus der eigenen Hälfte heraus und mussten früh einen Schock verkraften. Mittelfeldspieler Jakob Johansson, Siegtorschütze im Hinspiel, wurde nach 19 Minuten ausgewechselt, nachdem er sich ohne Fremdeinwirkung verletzt hatte.

Nach einer halben Stunde hatten die Azzurri Glück, als Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz (Spanien) ein Handspiel von Andrea Barzagli im Strafraum übersah. Emil Forsberg von RB Leipzig beschwerte sich und sah die Gelbe Karte.

Trotz eines Nasenbeinbruchs stand Leonardo Bonucci bei den Italienern in der Abwehr und trieb das Spiel an. Während sich die Gäste immer mehr zurückzogen und überhaupt nichts mehr für die Offensive taten, scheiterten Giorgio Chiellini (58.) sowie Stephan El Shaarawy (87.) und ließen die Tifosi jeweils raunen. In der Schlussphase standen alle Italiener inklusive Buffon in der gegnerischen Hälfte und drängten auf das ersehnte Tor - auch das brachte nicht den erhofften Erfolg.

Italien hat bislang an 18 Weltmeisterschaften teilgenommen und - wie Deutschland - vier Mal den Titel geholt, zuletzt 2006. In der Qualifikation für Russland reichte es in der Gruppenphase hinter Spanien in den vergangenen Monaten nur zum zweiten Platz. Gegen die Iberer setzte es im September ein 0:3. (dpa/ms)

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