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Sandro Wagner möchte nie mehr für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. Bundestrainer Joachim Löw hatte den Stürmer des FC Bayern München nicht in sein vorläufiges WM-Aufgebot berufen. Tags darauf erklärt der 30-Jährige frustriert seinen Rücktritt aus dem Team des Weltmeisters.

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"Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück", erklärte der gebürtige Münchner gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Wagners Tränen im Training

Schon am Tag der Bekanntgabe des Kaders hatte Sandro Wagner im Training beim FC Bayern München Tränen des Frustes und der Enttäuschung geweint. Löw hatte ihm den Freiburger Nils Petersen vorgezogen.

Petersen war mit 15 Toren zweitbester Torjäger hinter Torschützenkönig Robert Lewandowski. Der Olympia-Zweite von Rio 2016 hat bislang kein Länderspiel für die A-Auswahl bestritten.

Wagner glaubt, den Grund für seine Ausbootung zu kennen: "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse."

Wagner: "Die Bayern sind das Wichtigste"

Er wünsche "meinen Jungs" in Russland die Titelverteidigung, fuhr der stets einsatzfreudige Angreifer fort. Er war im Winter aus Hoffenheim zum FC Bayern zurückgekehrt: "Das Wichtigste in meiner beruflichen Karriere ist ganz klar, dass ich wieder bei Bayern München spiele, dem Verein, den ich liebe."

Für die Nationalelf absolvierte Wagner acht Länderspiele, in denen er fünf Mal traf.

Zwölf Tore in der Bundesliga

Wagner hatte sich große Hoffnungen gemacht, mit nach Russland zu reisen. In der zurückliegenden Bundesliga-Saison schoss er zwölf Tore.

Zu seiner Nicht-Nominierung sagte Wagner der "Bild": "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen."

Wagner nimmt Löws Entscheidung nicht ernst

Er fügte an: "Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball."

Löw hatte am Dienstag zur Nicht-Nominierung Wagners und des Dortmunders Mario Götze gesagt: "Ich hoffe, dass er wiederkommt. Es tut mir für ihn persönlich leid. Das Gleiche gilt für Sandro Wagner. Da haben Kleinigkeiten entschieden." (hau/dpa)

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