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Atlético Madrid gewinnt dank seines französischen Torjägers Antoine Griezmann in Frankreich (Lyon) gegen einen französischen Kontrahenten (Olympique Marseille) das Endspiel der Europa League mit 3:0 (1:0). Griezmanns Doppelpack ist so etwas wie sein Abschiedsgeschenk an die Rojiblancos.

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Stürmerstar Antoine Griezmann hat Atlético Madrid in seinem wohl letzten großen Spiel für die Spanier zum Europa-League-Titel geführt. Auch dank eines Doppelpacks des Weltklasse-Stürmers (21. Minute/49.) setzte sich Atlético am Mittwochabend im Finale von Lyon mit 3:0 (1:0) gegen Olympique Marseille durch.

Dritter Erfolg nach 2010 und 2012

Den dritten Treffer steuerte Kapitän Gabi in der Schlussphase (89.) bei. Für die Spanier war es der dritte Euro-League-Sieg nach 2010 und 2012.

Für den nur wenige Kilometer in der Nähe des Stadions aufgewachsenen Griezmann war es das wohl letzte bedeutsame Spiel für Madrid. Der 27-Jährige steht vor einem Wechsel zum FC Barcelona.

Simeone sitzt gesperrt auf der Tribüne

Während Griezmann und seine Kollegen auf dem Spielfeld jubelten, feierte Trainer Diego Simeone die Treffer auf der Tribüne.

Wegen seines Ausrasters im Halbfinal-Hinspiel beim FC Arsenal musste der gesperrte Argentinier von oben zuschauen, was ihn aber nicht am ausgelassenen Jubel hinderte.

Marseille verpasst süßes Jubiläum

Die bitter enttäuschten Franzosen dagegen verpassten 25 Jahre nach ihrem Champions-League-Sieg 1993 den nächsten europäischen Titel.

Überlegen agierte Atlético aber anfangs ganz und gar nicht. Angefeuert von Zehntausenden Fans in der Arena des großen Rivalen Olympique Lyon startete Marseille klar besser.

Schon vor dem Stadion hatten OM-Anhänger massenhaft Pyrotechnik abgebrannt - und das Feuerwerk setzte sich zu Beginn auch auf den Rängen fort. Das schien vor allem die Spanier mächtig zu beeindrucken.

Marseille ist anfangs die bessere Mannschaft

Denn die Mannschaft des gesperrten Simeone bekam die agilen Franzosen zunächst überhaupt nicht in den Griff.

Während Simeone auf der Tribüne nervös mitfieberte, unterliefen seinen von Co-Trainer German Burgos betreuten Spielern etliche Fehler.

OM nutzte das aus und hatte schon nach vier Minuten eine Riesenchance, allerdings schoss Stürmer Valère Germain frei vor Torhüter Jan Oblak klar vorbei. Nur 180 Sekunden später ging auch ein Distanzschuss von Adil Rami daneben.

Folgenschwerer Fehler

Aber dann passierte Marseille das, was gerade in einem großen Finale nicht passieren sollte: ein folgenschwerer Fehler.

André Zambo Anguissa verstolperte im Mittelfeld einen holprigen Pass von Torwart Steve Mandanda - und leitete damit Griezmanns Führungstor ein. Kapitän Gabi steckte auf den Franzosen durch und der schob frei vor Mandanda gewohnt eiskalt ein.

Olympique verliert Kapitän Payet

Wenig später setzte sich die unerwartete Misere Olympiques sogar noch fort, als Kapitän Dimitry Payet (32.) verletzt ausgewechselt werden musste. Unter Tränen verließ Marseilles Offensivstar das Feld und wurde dabei auch von seinem Nationalmannschaftskollegen Griezmann getröstet. Möglicherweise wird die Verletzung Payet auch das WM-Ticket kosten.

An diesem Donnerstag will Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps sein vorläufiges Aufgebot für das Turnier in Russland bekanntgeben.

Griezmann gnadenlos

Von dem doppelten Rückschlag erholten sich die Franzosen nicht mehr. Stattdessen wurden sie kurz nach dem Seitenwechsel erneut von Griezmann geschockt.

Nach einer herrlichen Vorlage von Mittelfeldstratege Koke war der 27-Jährige erneut frei durch und spitzelte den Ball traumhaft über den chancenlosen Mandanda.

Mitroglou scheitert am Innenpfosten

Gefährlich wurde OM nur in der Schlussphase nochmal. Ein Kopfball von Kostas Mitroglou (80.) ging aber nur an den Innenpfosten.© dpa

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