In 200 bis 300 Kilometern Entfernung von der australischen Stadt Melbourne liegen einige populäre Nationalparks.

Etwa 300 Kilometer westlich der Stadt liegt die Felsengruppe "Die 12 Apostel", die als Visitenkarte Australiens gilt. In ihrer Bedeutsamkeit ist sie vergleichbar mit den Niagarafällen in den USA und Kanada.

Sie ist Teil eines aus dem Meer ragenden Kalksteingebirges, das zum Nationalpark Port Campbell gehört. Dorthin führt eine der malerischsten Straßen der Welt - die Große Ozeanstraße. In Australien nennt man die Straßen gerne "groß".

Es gibt zum Beispiel auch noch die Große Alpine Straße. Dabei ist es unwichtig, ob die Straße nur zwei Fahrspuren hat oder aus welchem Material der Untergrund besteht.

Der Bodenbelag der Großen Zentralen Straße ist beispielsweise nur ein Outback-Boden. Outback könnte man aus dem Englischen am besten mit "Hinterland" oder "ländlicher Einöde" übersetzen.

Sie führt durch die Staaten Westaustraliens und durch das Nordterritorium. Da der Weg durch die Territorien der Ureinwohner geht, braucht man eine Zulassung für die Fahrt durch die abgelegenen Orte, die man kostenlos erhalten kann.

Paradiesische Orte auf der größten Sandinsel der Welt.


Die Sau und ihre Ferkel

Das Aussehen der "Apostel" und ihre Nähe zueinander machten diesen Ort zu einer der populärsten touristischen Sehenswürdigkeiten. Die Höhe einiger Felsen beträgt etwa 45 Meter.

Zuerst hieß der Ort Sow-and-Piglets ("Sau und Ferkel") und wurde im 20. Jahrhundert umbenannt. Damals waren noch neun Felsen in der Gruppe. Als Sow ("Sau") wurde eine Insel bezeichnet und die Piglets ("die Ferkel") waren die von ihr abgetrennten Felsen.

Nun sind nur noch acht Felsen übrig, da einer von ihnen im Jahre 2005 wegen Erosion zusammengebrochen war. Zahlreiche touristische Gesellschaften bieten ein- und mehrtägige Touren zu den Aposteln an. Man kann aber auch ein Auto mieten, damit man sich nicht an eine Gruppe binden muss.

An der westlichsten Spitze des Nationalparks "12 Apostel" befindet sich ein Felsen namens "London Bridge".

Wenn ihr an euren Englischunterricht in der Schule zurückdenkt, erinnert ihr euch vielleicht an das Lied über eine Brücke, die einstürzt: "London Bridge is falling down, falling down, falling down. London Bridge is falling down, my fair lady!". (d. Die Londoner Brücke stürzt ein, stürzt ein, stürzt ein. Die Londoner Brücke stürzt ein, meine schöne Dame!)

Litauen besticht durch atemberaubende Sonnenuntergänge.


Die Geschichte der "London Bridge"

In Australien hat die "London Bridge" 1990 also auch nachgegeben. Sie war ein Gebilde aus zwei Bögen über dem Wasser, die einer Brücke ähneln. Einen der beiden Bögen konnte man betreten und dann hoch über dem Meer über die Brücke laufen.

Zwei Besucher der Touristenattraktion wanderten eines Abends entlang der Brücke, als plötzlich ein Teil des Bogens zusammenbrach. Die beiden wurden später von der abgeschnittenen Insel mit einem Helikopter gerettet.

Es gibt Geschichten, die erzählen, dass die beiden ein Paar waren und eine Affäre hatten. Der Einsturz soll dazu geführt haben, dass diese im Fernsehen öffentlich wurde.

Manche glauben, dass das Unglück passiert war, um die beiden für ihren Seitensprung zu bestrafen. Eigentlich war es aber sehr viel unspannender.

Die beiden Touristen waren Cousins, die auf der Brücke Fotos machen wollten. Heute wird die ehemalige Brücke "London Arch", also Londoner Bogen, genannt.

Bildergalerie starten

Australien: Die zweite London Bridge

Diese wunderschönen Nationalparks liegen direkt am Meer. Jeder hat seine eigene Geschichte.

Der Rücken des Grampians-Parks

Wenn man eine zweitägige Tour kauft, ist der Besuch eines anderen populären Parks, dem Grampians-Nationalpark, mit im Programm. Der Gebirgsrücken, der die Grundlage des jetzigen Parks bildet, bekam 1836 seinen Namen.

Der Forscher Thomas Mitchell benannte ihn zu Ehren der Grampian Mountains in Schottland, an die er sich durch den Gebirgsrücken erinnert fühlte. Im Park befinden sich einige fabelhafte Aussichtspunkte, Orte für Bergsteiger und Pfade für Wanderer.

Der höchste Punkt des Parks ist Mount William, er ist 1.167 Meter hoch. Auf dem Gipfel ist ein Gedenkschild aufgestellt, das an die Erstbesteigung im Jahre 1836 erinnert.

Außerdem befindet sich dort ein Telekommunikationsturm, von dem im Winter gefährliche Eiszapfen fallen können. Darüber benachrichtigt ein Schild am Zaun.

Er schreibt als Kolumnist für das "Forbes Kazakhstan Magazine", ist Bergführer und leidenschaftlicher Fotograf. Immer mit im Gepäck hat Andrey seine gute Laune.

Comments

Leave a Reply