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Die USA ziehen sich trotz des massiven Widerstands europäischer Partner aus dem Atomdeal mit dem Iran zurück. Das gab US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington bekannt.

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US-Präsident Donald Trump hat nun offiziell bestätigt, dass sich die USA aus dem Atom-Deal mit dem Iran zurückziehen werden. Frankreich, Deutschland und Großbritannien bedauerten die Entscheidung umgehend. Ex-Präsident Obama nannte sie einen "ernsten Fehler". Der Iran hält vorerst am Atomabkommen fest. Israels Armee mobilisiert indes Reservisten. Syrien hat nach eigenen Angaben einen israelischen Angriff abgewehrt.

Die USA ziehen sich trotz des massiven Widerstands europäischer Partner aus dem Atomdeal mit dem Iran zurück. Das gab US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington bekannt. Trump machte aber zunächst keine Angaben dazu, wann die USA welche Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft setzen wollen. Ein Wiedereinsetzen aller ausgesetzten Sanktionen wäre die härtest mögliche Gangart. US-Medien berichteten vor Trumps Entscheidung von Zeitfenstern von bis zu 180 Tagen.

Trump sagte, die USA begännen auf höchstem Niveau mit Sanktionen gegen Iran, führte aber keine Einzelheiten aus.

Iran hält am Atomabkommen fest

Auch nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hält Teheran an der Vereinbarung fest. Der Iran werde sich zunächst mit China, Russland und dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien beraten und dann über sein weiteres Vorgehen entscheiden, sagte Präsident Hassan Ruhani am Dienstagabend in einer Fernsehansprache.

Er machte deutlich, dass der Iran die Urananreicherung wieder hochfahren könne, wenn es hart auf hart komme. "Wir haben statt eines Abkommens mit sechs Staaten nun eines mit fünf", sagte Ruhani. "Wir lassen nicht zu, dass Trump diesen psychologischen Krieg gewinnt."

Israel mobilisiert Reservisten

Mit Hinweis auf Warnungen vor einem iranischen Angriff von Syrien aus hat Israels Armee Reservisten mobilisiert. Es handele sich um "eine punktuelle Mobilisierung von Reservisten nach Bedarf", sagte ein israelischer Armeesprecher am Dienstag in Tel Aviv.

Israelische Medien berichteten, es seien Soldaten der Luftabwehr, des Geheimdienstes und der Heimatfront eingezogen worden.

Syrien: Zwei israelische Raketen abgeschossen

Syrien nach eigenen Angaben einen israelischen Angriff abgewehrt. Südlich der Hauptstadt Damaskus seien zwei Raketen abgeschossen worden, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, in der Region Al-Kiswah seien schwere Explosionen zu hören gewesen. Es habe schwere Schäden gegeben.

Scharfe Kritik aus Syrien

Syriens Regierung hat den US-Ausstieg aus dem Iran-Abkommen scharf kritisiert. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump beweise erneut die Maskerade der USA, erklärte das Außenministerium in Damaskus, wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstagabend meldete. Die USA hielten sich nicht an internationale Vereinbarungen, seien international isoliert und verstärkten die Spannungen in der Welt.

Obama: "Ein ernster Fehler"

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Entscheidung Trumps scharf kritisiert. "Ich glaube, dass die Entscheidung, das Atomabkommen zu riskieren, ohne dass es einen iranischen Verstoß gegen den Deal gibt, ein ernster Fehler ist", erklärte Obama in einer Stellungnahme.

Weitreichende Entscheidung

Es ist eine der weitreichendsten Entscheidungen seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017. Die Folgen für die Konflikte im Nahen Osten mit dem Iran als einer der maßgeblichen Regionalmächte und Israel als einem Erzfeind Teherans sind kaum absehbar.

Frankreich, Deutschland und Großbritannien bedauerten die US-Entscheidung zum Ausstieg. Das teilte Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend auf Twitter mit. Die internationale Regelung zur Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen stehe auf dem Spiel.

Botschafter: Geschäfte "sofort runterfahren"

Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat den Rückzug der deutschen Wirtschaft aus dem Iran gefordert. Deutsche Unternehmen, die im Iran Geschäfte machten, sollten diese "sofort runterfahren", schrieb er am Dienstag auf Twitter.

Teile des Abkommens reichen bis 2040

Das Atomabkommen gilt als eines der wichtigsten, wenngleich auch als eines der umstrittensten internationalen Abkommen. Darin verpflichtet sich die internationale Gemeinschaft, auf Sanktionen gegen den Mullah-Staat zu verzichten. Im Gegenzug soll der Iran unter anderem weitgehend die Anreicherung von Uran unterlassen, so dass die Herstellung von waffenfähigem Nuklearmaterial ausgeschlossen ist.

Die Regelung gilt zunächst bis 2025; einige Teile, darunter verschärfte Kontrollen durch internationale Beobachter, reichen bis ins Jahr 2040. Unabhängige Beobachter bescheinigten dem Iran bisher stets, die Verpflichtungen zu erfüllen. (dpa / mgw)© Wundermedia

Comments

  1. Reinhard Meier

    Nun ja, wenn die USA dass Abkommen kündigen, haben sie nun auch nichts mehr zu melden. Jetzt liegt es an Europa, den Iran zu unterstützen. Wer braucht schon die Amis? China, Russland die EU und die restlichen Nichtkriegstreiberstaaten müssen nun zum Zug kommen...

  2. Klaus Schneider

    Darum geht es : US"...Öl-Importe aus dem Iran Iran-Deal: USA verschärfen Gangart im Energie-Krieg um Europa. ..." Die EU ist immerhin zweitgroesster Importeur (Kunde) des Iran. Ein ergiebiger Markt. Und so ganz zufaellig (oder???) : "...Saudis bereit zu höherer Ölförderung Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, spricht Saudi-Arabien mit den großen Produzenten und Verbrauchern innerhalb und außerhalb der Opec. Hintergrund ist die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch US-Präsident Trump...etc..9.5.18-Teleboerse Und die Resultate: Öl so teuer wie seit Jahren nicht mehr Investoren spekulieren auf einem Angebotsengpass und decken sich deshalb mit Rohöl ein. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee steigt um knapp drei Prozent auf 77 Dollar. Öl kostet damit so viel wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren. Und Anstieg auf 90 Dollar befürchtet Trump treibt Ölpreis auf Höchststand Deutlich schlägt sich die Aufkündigung des Atom-Abkommens durch die USA auf dem Ölmarkt nieder. Die Preise klettern auf den höchsten Stand seit Jahren. Und Experten gehen davon aus, dass sie noch deutlich stärker steigen werden..BEIDES Teleboerse Und die Industrie ? "...Trump setzt Airbus zu Der drohende Verlust milliardenschwerer Aufträge sorgt für Kursverluste bei Airbus. Die Aktien des europäischen Flugzeug-Herstellers fallen um 0,8 Prozent. Damit dürfte die Bestellung von 200 Fliegern für IranAir mit einem Listenpreis von Ingesamt 38 Milliarden Dollar obsolet sein. Soviel dazu !

  3. Martin Meschenmoser

    Die USA, das Land der Unglaubwürdigen, steigt aus einem Vertrag. Wer wundert sich ? Die US-Außenpolitik der letzten 30 Jahre, basiert auf Lügen und Betrug. Ein Volk, dass Sozialpolitik als Werk des Teufel`s darstellt, ist unberechenbar und als demokratische Führungsnation, völlig ungeeignet. Wer dort regiert, ob Demokraten oder Republikaner ist unbedeutend. Die US-Geschichte beweist, dass nur 0,5% der US-Bürger, in der Regel Juden, die notwendige Intelligenz zur Führung dieses Landes haben. Die großen Bevölkerungsmassen sind wie in den meisten Ländern, etwas einfältige Bürger die den üblichen "Rattenfängern" nachlaufen. Seit 5 000 Jahren hat sich nichts geändert. Es kann und wird sich auch nichts ändern

  4. *****

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  5. Christian Born

    #Ursula Ege-Schabler, da gint es aber noch andere als Miroslav Krebs, hihi. Nehmen Sie doch mal Caroline Bischhof, die ich schon selbst höflich gefragt habe, warum sie immer so komische Satzzeichen und Sätze einbringt. Kann ja einen ernsten Grund haben, das will ich nicht leugnen. Und was die Inhalte angeht könnte ich noch Jule W. und Sabiene von L. nennen... --- ach lassen wir das... zum Thema: mit Trump haben sich die USA keinen Gefallen getan, aber zumindest innerpolitisch scheint er gut anzukommen. Nach aussen richtet er auf jeden Fall mehr Schaden an, als man jemals wieder reparieren kann.

  6. Friedrich Weinland

    Das Foto spricht Bände. Ein retardierter Schnösel, der mit trotziger Visage wie ein Erstklässler sein Schulheft mit seinem unleserlichen Gekrakel in die Höhe hält, um zu beweisen: schaut alle her, ich kann doch schreiben.

  7. Leroy Yasar

    Tell the new story to Trump: EU first !

  8. caroline bischoff

    Iran wird dann : a - Bomben am laufenden band produzieren + gut verkaufen

  9. Leroy Yasar

    Trump stellt damit die Unzuverlässigkeit der USA unter Beweis. Selbst ist die EU !

  10. Anton Franz

    hallo EU höhrt entlich auf den USA hinterher zu laufen,sie die USA haben seit ihrer Gründung jedes Abkommen , in den Mülleimer geworfen Bei den Ureinwohnern fing das schon an.Das hat sich bis Heute nicht geändert,nur die Opfer sind Andere.auch die Waffen mit dehnen man Heute die Welt in den Abgrund stürzen kann aber was kümmert das einem Fanatiker und seinen Vasallen. n.m .m

  11. Dieter Wenzel

    Trump immer mehr Marionette des US-Rüstungskapitals, des Militärs u. der Geheimdienste u. jetzt noch der Israel-Lobby in USA

  12. Ursula Ege-Schabler

    Während meiner gesamten Schulzeit gab es einen "Donald Trump" in jeder Klasse. Strohdumm, meistens reichte es gerade so versetzt zu werden, weil die Lehrer jede Hoffnung aufgegeben hatten, ausgestattet mit einem unendlichen Potential an Aggression und dämlichen Streichen, ohne jede Vorstellungskraft hinsichtlich der Konsequenzen seines Verhaltens und auch ohne jedes Bedauern für die Opfer seiner Amokläufe, aber mit dem ständigen Drang der Mittelpunkt allen Geschehens zu sein. Hier bei GMX treibt sich übrigens auch so jemand rum, nennt sich Miroslav Krebs und hat nie Rechtschreiben gelernt, die Inhalte seiner Kommentare sind es nicht wert, kommentiert zu werden.

  13. Heiko Hill-Drößler

    Alles, was Obama aufgebaut hat, reißt er wieder ein. Dieser Mann hat ein Zerstörungs- potential und gehört in die Klappse.

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