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In einer Diskussionsrunde hat der für Nuklearwaffen zuständige US-Topkommandeur klar gemacht: Einem "illegalen Befehl" Donald Trumps würde er nicht Folge leisten. Was genau er als "illegalen Befehl" betrachten würde, blieb jedoch offen.

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Der für Nuklearwaffen zuständige US-Topkommandeur würde einen "illegalen Befehl" von Präsident Donald Trump verweigern.

Stattdessen würde er seinen "Commander in Chief" zu anderen Optionen steuern, sagte Luftwaffengeneral John Hyten am Samstag (Ortszeit) bei einem Internationalen Sicherheitsforum im kanadischen Halifax.

Er verwies darauf, dass er über lange Jahre hinweg in der Frage der Gesetzmäßigkeit bewaffneter Konflikte ausgebildet worden sei. "Ich glaube, manche Leute meinen, wir sind dumm", fügte er hinzu.

Hyten ist sich seiner Verantwortung bewusst

Der Auftritt in einer Diskussionsrunde wurde auf Facebook übertragen. "Wir sind keine dummen Leute. Wir denken über solche Dinge viel nach. Wenn du eine solche Verantwortung hast, wie könntest du nicht darüber nachdenken?", sagte Hyten.

Der General ist Oberbefehlshaber des Strategischen Kommandos der USA, das die Aufsicht über das Nukleararsenal hat.

Seine Bemerkungen fielen vor dem Hintergrund von Äußerungen Trumps gegen Nordkorea, dass eine Bedrohung der USA oder seiner Verbündeten mit "Feuer und Wut" beantwortet würde - eine Formulierung, die verbreitet als Atomschlag interpretiert wurde.

Kommandeur beschreibt mögliches Szenario

Zudem hatte Trump in seiner UN-Rede mit der "völligen Vernichtung" Nordkoreas im Fall einer Bedrohung gesprochen.

Zahlreiche Kritiker des Präsidenten haben Trump offen als unberechenbar und labil bezeichnet und Besorgnis über seine Befugnis geäußert, einen Atomangriff anzuordnen.

Hyten erläuterte nicht näher, was er als "illegalen Befehl" betrachten würde. Aber er beschrieb ein Szenario:

"Ich gebe dem Präsidenten Rat. Er wird mir sagen, was ich tun soll. Und wenn es illegal ist, was glaubt ihr, was passieren wird? Ich werde sagen, "Herr Präsident, das ist illegal". Und ratet mal, was er tun wird? Er wird sagen, "was wäre legal?"". Dann würde über andere Optionen gesprochen werden. "So funktioniert es", sagte der General. "Es ist nicht so kompliziert."

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© dpa

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