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Eine peinliche Posse um eine religiöse Statue in Australien sorgt jetzt weltweit für Schlagzeilen. Der Grund: Die St.-Martin-Skulptur vor einer katholischen Schule in Adelaide ist äußerst anstößig.

Inzwischen bedeckt ein schwarzer Kleidersack das Abbild des Martin von Porres, der 1579 in Lima (Peru) geboren wurde und dort auch 1639 starb.

Er war 1962 der erste Schwarze in Amerika, der von Papst Johannes XXIII. heiliggesprochen wurde und ging so in die Religionsgeschichte ein.

Die ihm gewidmete und erst kürzlich eingeweihte Statue vor der Blackfriars Priory School in Adelaide dagegen wird ihm kaum zur Ehre gereichen.



Die Figur steht in sehr steifer Pose mit einem Laib Brot in der Hand, der auf Schritthöhe aus seinem Mantel herausragt. Nach dem Laib greift ein kleiner Junge, der dabei zu dem Heiligen aufschaut.

Der Entwurf der Statue wirkte noch harmlos

Im Internet tauchten massenhaft von Schülern aufgenommene Fotos auf, was die ungewollt obszöne Statue zum Internet-Meme machte.

Inzwischen hat die Schule das steinerne Abbild nicht nur bedeckt, sondern sogar einen Zaun erreichtet, wie der britische "Mirror" berichtet.

Der Rektor der Schule, Simon Cobiac, erklärte den örtlichen Medien, dass die Skulptur im Entwurf des vietnamesischen Künstlers noch nicht "zweideutig" anmutete. "Der 2-D-Entwurf wurde vom Team der Schule nicht als 'suggestiv' wahrgenommen."

Man habe zudem erst bei der Enthüllung des Kunstwerkes gemerkt, wie missraten es sei. "Wir entschuldigen uns und haben jetzt einen einheimischen Künstler mit dem Entwurf einer neuen Statue beauftragt", so der Rektor.

Warum das Brot gerade auf Schritthöhe aus St. Martins Mantel herausragen muss, bleibt wohl das Geheimnis des Künstlers.© 1&1 Mail & Media / CF

Teaserbild: © imago/Eibner Europa

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