Ein Junge hat am Wochenende auf einer Sommerrodelbahn ein Teil seines Beins verloren. Experten suchen seitdem nach der Unglücksursache. An der Anlage lag es offenbar nicht.

Nach dem schockierenden Unfall auf einer Sommerrodelbahn im Sauerland, bei dem einem Jungen ein Teil seines Beines abgetrennt wurde, haben Experten keine Fehler an der Anlage festgestellt.

"Die Gutachter haben nach vorläufiger Wertung keinen Fehler an der Bahn gesehen", sagte der Arnsberger Staatsanwalt Klaus Neulken am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den Untersuchungen der Experten in Bestwig.

Bahn als Beweismittel beschlagnahmt

Die Bahn sei zunächst als Beweismittel beschlagnahmt worden. Das sei nicht mehr erforderlich. Einer Wiederöffnung der Rodelbahn stehe deshalb seitens der Staatsanwaltschaft nichts mehr im Wege.

Der Betreiber des Freizeitparks "Fort Fun" kündigte an, dass er die 1,3 Kilometer lange Sommerrodelbahn "Trapper Slider" an diesem Wochenende wieder öffnen werde.

Sie war seit dem Unfall am vergangenen Samstag gesperrt. Der Zwölfjährigen war laut dem Parkbetreiber während der Fahrt mit einem Fuß zwischen Schlitten und Schienen der Sommerrodelbahn geraten.

Er war mit einem Rettungshubschrauber zu einem Krankenhaus geflogen worden.

Der Betreiber hatte darauf hingewiesen, dass der "Trapper Slider" wie alle Fahrgeschäfte des Parks strengen Sicherheitsauflagen unterliege und durch den TÜV regelmäßig kontrolliert werde.

Die Sommer-Rodelbahn in Bestwig ist 1,3 Kilometer lang. Kreisel, Jumps und jede Menge Kurven sollen für Fahrspaß sorgen. Doch am Samstag kommt es zum dramatischen Unfall - und es ist nicht der erste.


© dpa

Comments

  1. Stefan Forrer

    "Unglücksursache läuft weiter" was zum Geier soll das bitteschön bedeuten? Wie traurig ist das denn, wenn nicht mal mehr die sogenannten Nachrichten in korrekter Sprache verfasst werden. Ich bin kein Ass im schreiben, verdiene aber auch nicht mein Geld damit. Bei Leuten die dies jedoch tun, könnte man meinen, es sei nicht zuviel verlangt, das Geschriebene 2 Sekunden lang zu überfliegen. Trotzdem schaffen es aber immer wieder solch intelektuelle Tiefflüge sogar in die Titel der Artikel.

  2. Hannah Langer

    Benjamin van Cornehl: Nicht der arme Freizeitpark, die sind versichert, der arme Junge, der seine Kinder- und Jugendzeit nicht mehr so leben kann, wie es normal ist. Die vielen Kommentare sind doch nicht mal nach gedacht, von Verdienstausfall, er kann nicht mehr spielen, ich glaube das wäre ihn wohl egal wenn er sein Bein noch hätte, nicht an den Regeln hält, Hallo Leute das ist noch ein Kind habt ihr schon mal nachgedacht bevor ihr solche bescheuerte Kommentare los schickt, der einzige der einen Leid tut ist der Junge, der Betreiber ist versichert auch gegen den Verdienstausfall, da würde ich mich erst mal andere Gedanken machen. Hoffentlich kann der Junge es wegstecken, es wird lange dauern, ich wünsche Dir alle seelischen Beistand und das du bald wieder ein fröhlicher Junge bist. Lass den Kopf nicht hängen, bestimmt sind jetzt alle bei dir, die du am nächsten stehst. War es ein deutsches Kind, welche Rolle spielt das denn, Kind bleibt Kind.

  3. Gisela Marquardt

    Auf diesen Sommerrodelbahnen gibt es sehr wohl Doppelsitzer. Weiß ich durch Besuche von zwei solcher Bahnen. Die sind nicht ohne, selbst für Erwachsenen nicht. Also immer schön seine Füße in dem Rodler lassen; steht aber auch klar und deutlich angeschrieben. Und die Angestellten achten auch darauf, dass keine kleinen Kinder alleine fahren. Und 12jährigen kann man so eine Fahrt durchaus zutrauen, wenn sie sich an die Regeln halten.

  4. Raffaela Wahle

    @ Anna Gold # 32 Warum sollte das eine Rolle spielen?

  5. Anna Gold

    #28 man weiß ja nicht mehr heutzutage, wie man diese Frage überhaupt noch stellen darf/kann, um nicht gleich rassistisch oder ausländerfeindlich zu klingeln... Sorry,weiß ich nicht, wie es mit der Frage politisch korrekt wäre. Klartext: War das ein deutsches Kind?

  6. Ingo meister

    wer ersetzt dem Bahnbetreiber eigentlich den Verdienstausfall ? Die Gehälter muss er ja auch weiter bezahlen

  7. Iris Ertan

    Autofahren darf man erst ab 18. Vielleicht sollte man für diese Bahn auch eine Altersbegrenzung festsetzen? Kinder können manche Gefahren eben noch nicht richtig einschätzen. Mein Vorschlag: Unter 14 (oder 16) Jahren darf man diese Bahn eben nicht fahren, zumindest nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen. Diese Regel gibt es bei vielen Fahrgeschäften! Wenn es keine Doppelsitzer als Schlitten gibt, so sollte man diese schleunigst anschaffen.

  8. Heidrun Hedrich

    Iris Ertan eifach nur unglaublich bescheuert!

  9. Paula Hinzing

    Herr van Cornehl, #20, noch viel beklagenswerter, dass viele, viele, viele Erwachsene sich nicht nur nicht an Regeln, sondern nicht an Vorschriften halten! Bekommen Sie die vielen Unfälle auf den Straßen nicht mit? Da bin ich versucht zu sagen "wenn jemand nur den halben Unterschenkel verlieren würde, wär's ja noch gut"! Auch bei vielen Unfällen wird man fragen müssen, ob sich jemand wirklich "schuldig gemacht" hat. Aber bei nicht wenigen, ja, liegt Schuld vor, weil leichtsinnig, unverantwortlich = um den Verstoß wissend, aus falscher Risikofreudigkeit heraus, aus Gleichgültigkeit den anderen gegenüber gefahren worden ist. Frau Gold, was meinen Sie mit "nicht herkömmlich"? Das kann ich Ihnen also nicht beantworten. - Wenn ich mich an den ersten Artikel recht erinnere, ist der Junge 12 Jahre alt. Und die Betreiber des Freizeitparks müssen keine Quittung bezahlen. Wir lesen ja, dass mit der Bahn alles in Ordnung ist.

  10. Iris Ertan

    Ich fürchte, mit dem Fußballspielen in seinem alten Verein wird es auch nicht mehr so gut funktionieren. Vielleicht als Torwart?

  11. Iris Ertan

    Der Bub hat hoffentlich seine Lektion gelernt. Er wird natürlich nicht mehr so gut laufen können wie früher. Heutzutage gibt es aber gute Prothesen. Dann läuft er wieder, genauso gut wie die Unglücksursache auch weiter läuft (siehe Überschrift). Das erinnert mich an die bekannte Frage: Ja wohin laufen sie denn?

  12. andre dickhaus

    Anna Gold was ist denn ein nicht "herkömmliches" Kind? Der Junge ist 12 Jahre alt und er war mit seinem Fussballverein da.Stand doch überall.

  13. Iris Ertan

    Ob es dem Kind so bewusst war, wie wichtig es ist, die Regeln einzuhalten? Zum Beispiel sitzen zu bleiben? Keine Extremitäten nach draußen strecken? Andererseits: Manche Kinder loten eben gerne Grenzen aus. Das sollte man auch beim Bau einer solchen Bahn berücksichtigen. Vielleicht sollte man kleine Kinder nur in geschlossene Schlitten setzen? Macht zwar weniger Spaß, aber dann kann es seine Arme und Beine nicht mehr so leicht rausstrecken.

  14. Thomas Schulze

    Wer weiß schon was wirklich passiert ist, ausser dem Jungen selbst. Vielleicht wurde er ja auch von einem anderem Kind gestoßen, aber trotzdem sehr schmerzhaft, hab mir mal die Fingerkuppe abgetrennt, das Blut spritzte nur so rum, ich dachte ich sterbe. Deshalb erstmal gute Besserung..

  15. Paula Hinzing

    Das meine ich auch - der Bub wird wohl selber sagen können, wie es dazu gekommen ist. (null null #13, ja, null Respekt vor dem Leid des Jungen. Schuld her oder hin, er ist für den Rest seines Lebens behindert. Gott sei Dank ist die Orthopädietechnik heutzutage für so einen "einfachen" Fall in der Lage, Prothesen herzustellen, die die Behinderung weitgehend ausgleichen können.) Wenn er dann nur nicht aus seinem Umfeld hören muss, was ich in Kommentaren zu diesem Umfall vielfach lesen musste (heute darf man ja nicht zum ersten Mal kommentieren, und da hat's nach Moralin ganz schön gestunken). An der Rodelbahn liegt's also nicht - hab ich mir auch gedacht. Der Lausbub hat den Fuß rausgestreckt, und in einer Kurve oder was weiß ich ist der Fuß zwischen den Schlitten und die Bahn geraten. Rummeckern von wegen Benehmen und Regeln einhalten und "wenn er, dann hätte nicht" und so weiter finde ich nicht angemessen. Wenn's auf so einer Bahn mit Juchhei abwärts geht, der Fahrtwind bläst ins Gesicht - ist es dann "schlechtes Benehmen"??, wenn die Rodler ausgelassen sind und vergessen, dass sie eigentlich steif und verkniffen auf ihrem Schlitten sitzen müssen, um nur ja kein Warnschild zu verpassen? Herr Arndt #11, sagt's ja auch; so ist die Jugend nun mal. Ob es Sinn macht, die Schlitten umzurüsten, dass es unmöglich ist, einen Fuß rauszustrecken, weiß ich nicht. Die "Schuld"-Frage darf man einfach nicht stellen. Der arme Kerl muss damit fertig werden, Aufgabe genug für sein junges Leben. Das Leben ist voll von Risiko. Wer das vermeiden will, bringt sich um alles, was schön ist. Die Geschichte vom Horoskop-Gläubigen, der die Prophezeiung, ihm würde um 10 Uhr ein Unglück passieren, austricksen wollte, kennen Sie hoffentlich: er beschloss, sich bis nach 10 ins Bett zu legen. Als er sich kurz vor 10 umdrehte, um auf den Wecker zu schauen, brach das Bett unter ihm zusammen.

  16. Anna Gold

    Was für ein Fehlverhalten von dem Kind und die armen Betreiber müssen jetzt die Quittung zahlen?! War das Kind vielleicht ein nicht herkömmliche? Wieso schreibt man nichts darüber? Wie alt war das Kind eigentlich? Sorry, sowas regt mit ja nur auf...

  17. Benjamin van Cornehl

    Schon traurig das manche Kinder sich nicht an die Regeln halten....gute Besserung aber ich sage dazu nur: Der arme Freizeitpark!!!

  18. Alfred Gülding

    Da der Betreiber die Rodelbahn wieder in Betrieb nehmen durfte, kann sich jeder User sein Bild von machen, wer wohl in diesen Fall Schuld hat .

  19. Willi Ziehm

    .. vor 50.000 Jahren hätte der aus Daffke den Säbelzahntiger an der Nase gekitzelt ... während alle anderen weggelaufen sind ... Manche fordern ihr Schicksal halt heraus ...

  20. Manfred Schulz

    #8, Ja, ja, die Gerti, die Einzige, die es auf den Punkt bringt

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