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Die Suche der US-Firma "Ocean Infinity" im Atlantik ist erfolgreich gewesen: Ein Jahr nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots "ARA San Juan" ist das Wrack entdeckt worden.

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Die US-Firma "Ocean Infinity" hat die vor einem Jahr verschwundene "ARA San Juan" im Meer geortet. Das teilte die argentinische Armee am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

"Das Verteidigungsministerium und die Marine informieren, dass die ARA San Juan nach der Untersuchung der Stelle No. 24 mit einer Unterwasserdrohne in 800 Meter Tiefe positiv identifiziert worden ist", hieß es dort.

Feuer an Bord vor Verschwinden

Das Wrack sei nun etwa 460 Kilometer vor dem Golf von San Jorge und südlich von Mar del Plata entdeckt worden, wie die Zeitung "La Nación" berichtete.

Dort war bisher bei der Suche nichts gefunden worden. Allerdings hatten die Angehörigen der vermissten Seeleute darauf gedrängt, an dieser Stelle noch einmal zu suchen.

In ihrem letzten Funkspruch im November 2017 hatte die 44-köpfige U-Boot-Besatzung einen Kurzschluss und ein Feuer an Bord gemeldet, kurz darauf ereignete sich im Südatlantik eine Explosion.

Die "ARA San Juan" war gegen illegale Fischerei am Außenrand der Wirtschaftszone Argentiniens im Südatlantik im Einsatz gewesen. Die Grenze der Wirtschaftszone verläuft am Kontinentalsockel entlang, bei dem die Meerestiefe von 200 auf bis zu 3.000 Meter abfällt.

Belohnung von fünf Millionen Dollar

Die argentinische Marine hatte die Suche nach dem Wrack, an der sich zunächst 13 Länder beteiligten, aus Kostengründen nach einigen Wochen eingestellt. Die Angehörigen forderten monatelang eine Fortsetzung der Suche.

Im Februar lobte das argentinische Verteidigungsministerium eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) für nützliche Hinweise auf den Verbleib der "San Juan" aus.

Im September schließlich teilte das Ministerium mit, dass die Suche wieder aufgenommen und von der US-Firma Ocean Infinity übernommen werde.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte der argentinische Präsident Mauricio Macri am ersten Jahrestag des Verschwindens des U-Boots versprochen: "Wir werden nicht aufgeben. Wir werden weitersuchen, bis wir es finden."

Die Angehörigen der Seeleute litten vor allem unter der Ungewissheit über das Schicksal der Soldaten. "Wir vergießen Tränen der Verzweiflung", sagte Juan Aramayo, der Vater eines der Besatzungsmitglieder, bei der Zeremonie in Mar del Plata. "Es wird schwieriger, die Hoffnung zu behalten, bis wir wissen, wo sie sind und was geschehen ist."

(cai/ff/dpa/afp)  © AFP

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