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Bietet er unseriösen Impfgegnern ein Forum? Dokumentarfilmer David Sieveking möchte mit "Eingeimpft" seinen Weg zur Impfentscheidung nachzeichnen. Doch im Film verstrickt er sich mehrfach in Widersprüche und erntet massive Kritik für die Doku.

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Der Dokumentarfilm "Eingeimpft" des Berliner Regisseurs David Sieveking ist autobiografisch angelegt: Er zeigt, wie der Filmemacher bei der Geburt seiner ersten Tochter vor der Frage steht, wie sie geimpft werden soll.

Doch der - vom Regisseur auch als Beziehungskomödie beschriebene Film - ruft viele Kritiker auf den Plan: Sieveking habe nicht ausreichend recherchiert und fragwürdigen Experten ein Podium geboten, so die Vorwürfe.

Während der Regisseur behauptet, der Film schaffe etwa durch Verweise auf mögliche positive Nebeneffekte mancher Impfstoffe "Begeisterung fürs Impfen", sieht dies der Chef des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, anders.

"Statt einer Hilfestellung beispielsweise für Eltern, die vor der Entscheidung zur Impfung stehen, steht zu befürchten, dass der Film die Verunsicherung steigert oder sogar Ängste erzeugt", sagt er. "Letztlich verbreitet dieser Film zahlreiche Fehlinformationen und wiederholt Mythen, die wissenschaftlich längst widerlegt sind."

Tochter soll "metallfrei bleiben"

Dabei kommt Cichutek im Film selbst zu Wort: Er schildert, dass in sehr seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten können, doch dass der Nutzen von Impfungen diese bei weitem überwiege. "Der Professor Doktor hat gut reden", erklärt Sieveking hierzu im Film. Seine Partnerin hat Angst vor Impfungen und will, dass ihre Tochter "metallfrei bleibt". Hierbei bezieht sie sich auf Aluminium-basierte Wirkverstärker, die viele heutige Impfstoffe wirksam machen.

Die äußerst geringen Mengen des Metalls sind nach Einschätzung fast aller Wissenschaftler weitestgehend unproblematisch – doch Sieveking macht sich auf die Suche und findet Forscher, die das anders sehen. Er trifft sie auf einem Symposium in Leipzig, das von der impfkritischen Organisation "Children's Medical Safety Research Institute" (CMSRI) finanziert wurde.

Zusammen mit dem umstrittenen britischen Aluminium-Forscher Chris Exley leitete CMSRI-Gründerin Clair Dwoskin das Symposium. Exley erklärte, die Wirkverstärker könnten womöglich "toxische Ereignisse" im Körper auslösen. Anschließend lässt Sieveking Lucija Tomljenovic von der kanadischen University of British Columbia zu Wort kommen, die ebenfalls Geld vom CMSRI erhielt. "Wir kennen die tatsächlichen Risiken nicht, da objektive Forschung niemals gemacht wurde", sagt sie.

"Evidenz zählt, nicht Meinungen"

"Ich denke, so eine allgemeine Aussage kann nicht richtig sein", erklärt Timo Lange vom Verein "Lobbycontrol". Unabhängige Forschung sei wichtig – "und zwar auch unabhängig von solchen Organisationen, die sich verdächtigt gemacht haben, eine Agenda zu fahren". Lange fordert, den Interessenshintergrund von Forschern zu thematisieren.

Die Psychologin Cornelia Betsch von der Uni Erfurt stimmt zu. "Man wird dazu verleitet, Interessenskonflikte eben nur da zu sehen, wo es der Geschichte dienlich ist – und das untergräbt das Vertrauen in die Gesundheitsorganisationen", sagt sie. "Es entsteht das Gefühl, es gäbe zwei Meinungen, die gleich verteilt wären. Beim Impfen geht es aber nicht um Meinungen - es geht vor allem um Evidenz."

In einer Mitteilung erklärte der Regisseur angesichts der Kritik, er würde "ausschließlich anerkannte Wissenschaftler zu Wort kommen lassen". Er habe lange nicht gewusst, wer Dwoskin und ihr CMSRI seien, räumt er auf Nachfrage ein.

Regisseur kannte eigene Experten nicht

Seiner Ansicht nach liege aber kein Interessenskonflikt vor, den er hätte thematisieren müssen. Die Statements würden nicht mal eine Minute des Films ausmachen – da sei es nicht unbedingt angemessen, genau alles aufzudröseln.

"Ich halte das Symposium überhaupt nicht für eine tendenziöse oder irgendwie obskure Veranstaltung, nach allem was ich weiß", sagt er. "Ich erhebe keinen Anspruch auf Wissenshoheit und auch mir kann man einen Bären aufbinden" – doch habe ihm bislang niemand eine Falschbehauptung nachweisen können.

Obwohl Sieveking sagt, das Thema Impfen sei so komplex, dass man es als Einzelperson nicht durchdringen könne, überlässt er es oft dem Zuschauer, Situationen einzuschätzen. So auch bei einem einseitigen Vortrag eines anthroposophischen Arztes. "Wenn er sagt, dass Impfen die stärkste Manipulation ist, die es gibt, spricht es für sich – dass er selber ziemlich manipulativ ist", sagt Sieveking. Doch habe er "auch einige wichtige und richtige Fakten" erfahren.

Im Film sagt er, der Vortrag klinge zwar etwas ideologisch, aber immerhin handele es sich um einen promovierten Mediziner. "Wenn ich sagen würde: Das ist ein Freak, das fand ich alles Quatsch, was er gesagt hat, dann würde man fragen, wieso er im Film vorkommt."

Kritiker: Film verwirrt die Zuschauer eher

Sieveking verstrickt sich mehrfach in Widersprüche. "Neben akuten allergischen Reaktionen steht ein breites Spektrum chronischer Erkrankungen im Verdacht, durch Impfungen ausgelöst zu werden – von Asthma und Diabetes bis hin zu Multipler Sklerose", sagt er im Film – und zeigt eine Animation eines Jungen im Rollstuhl mit Atemmaske. Um die Gefühlslage eines Elternteils in dieser Situation darzustellen, finde er das "total legitim", sagt er: Schließlich sei es nur eine Illustration, und sein Film sei keine Informationsbroschüre.

Gleichzeitig sagt er, der Verdacht eines Zusammenhangs mit Multipler Sklerose sei seiner Einschätzung nach ausgeräumt. Im Film heißt es dagegen, eine Verbindung sei wissenschaftlich "noch nicht" nachgewiesen und werde von Behörden bezweifelt.

Sieveking verteidigt seinen Film: "Immer mehr Eltern entscheiden sich gegen das Impfen. Man wird sie nicht überzeugen können, wenn man jegliche offene und fachliche Diskussion mit Polemik verhindert." Er sehe bei der Problematik "großen Redebedarf".

Der Dresdner Kinder- und Jugendpsychiater Jan Oude-Aost hält dagegen. Der Film zeige eher, was passiert, wenn Menschen nicht wissen, wie man wissenschaftliche Informationen einordnet: "Was dem Film auch fehlt ist, auf die Metaebene zu gehen. Ich glaube, die meisten Zuschauer sind durch den Film eher verwirrt." Der Film habe zwar gute Momente, aber er verlange dem Publikum viel ab. (dpa/dh)

"Eingeimpft" von Regisseur David Sieveking startet am 13. September in den Kinos.
David Sieveking ist von der Impfentscheidung überfordert.

  © dpa

Teaserbild: © 2017 Flare Film Adrian Stähli

Comments

  1. Truncus coeliacus

    @Katharina Gienk "Liebe Frau Gienk, erst recherchieren, dann posten. Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs für Jungen schützt Mädchen und Frauen, die Sex mit diesen haben, denn Jungen und Männer können Träger des HP-Virus sein, ohne Folgen für ihre eigene Gesundheit." - Unsinn, auch bei Männern können HPV-Infektionen zu Peniskrebs führen, allerdings ist die Häufigkeit von durch HPV-ausgelöstem Peniskrebs weitaus seltener als vom HPV-assoziierten Cervixkarzinom. Männer können als Überträger dienen. Nicht jede HPV-Infektion führt zu Gebärmutterhalskrebs. Die Infektionsrate mit HPV bei Menschen bis zum 30.Lebensjahr beträgt ca. 30%, nicht gerade wenig. Besser ist es den kleinen Wicht unter die Gummihaube verstecken, das schützt vor noch mehr als nur vor HPV...

  2. Truncus coeliacus

    @Katharina Gienk "Liebe Frau Gienk, erst recherchieren, dann posten. Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs für Jungen schützt Mädchen und Frauen, die Sex mit diesen haben, denn Jungen und Männer können Träger des HP-Virus sein, ohne Folgen für ihre eigene Gesundheit." - Unsinn, auch bei Männern können HPV-Infektionen zu Peniskrebs führen, allerdings ist die Häufigkeit von durch HPV-ausgelöstem Peniskrebs weitaus seltener als vom HPV-assoziierten Cervixkarzinom. Männer können als Überträger dienen. Nicht jede HPV-Infektion führt zu Gebärmutterhalskrebs. Die Infektionsrate mit HPV bei Menschen bis zum 30.Lebensjahr beträgt ca. 30%, nicht gerade wenig. Besser ist es den kleinen Wicht unter die Gummihaube verstecken, das schützt vor noch mehr als nur vor HPV...

  3. Wagner Michael

    @Nicky Davies #60 Ich teile ihre Meinung, habe aber kein Verständnis für Impfgegner. Da diese dafür verantwortlich sind dass sich bestimmte Erreger, Krankenheit... verbreiten und am Leben gelassen werden. Das ist nicht nur für das zu impfende Kind eine Verantwortung die man tragen muss. Im übrigen haben auch alle Medikamente Nebenwirkungen bzw. es können welche auftreten. Sind dann Impfgegner auch Medikamenten-Gegner? Es geht doch hier nur um übertriebene Ängste.

  4. Juergen Huebner

    #57 Rüdiger Hank ?

  5. Mario Dilling

    #Wagner Michael Ich habe ein Kind ;) Mit diesem Thema haben wir uns zusammen mit dem Kinderarzt sehr gut und intensiv auseinander gesetzt. Wie gesagt. Sie haben Ihre Meinung, wir die unsere :) Und werden Sie bitte nicht persönlich, ich werde es ja auch nicht! Einen schönen Tag

  6. Manuela Kirmse

    Das heißt, man könnte auch Erkrankungen minimieren?

  7. Veronika Worms

    Herr Truppel, man sollte es jedem selbst überlassen ob man sich impfen lässt oder nicht, darum geht es und wenn Eltern dies nicht möchten dann ist das deren gutes Recht! Das gleiche gilt für Ernährung! Ich sehe eine impfpflicht als koerperverletzung! Und man kann wenn man will, Dinge im Leben minimieren ob das nun metalle, Plastik oder was auch immer ist!

  8. Wagner Michael

    @Mario Dilling Ich glaube mal dass sie keine Kinder haben(?) Das Problem betrifft sie also gar nicht. Wenn sie von "weichgewaschenen Staatsbürgern" reden, dann gehören sie eher zu den einsamen Verschwörungstheoretikern, bei allem Respekt. Sie dürfen auch ihre Theorien und Meinungen haben aber bei Kindern geht es um Verantwortung, um ihre Gesundheit und ihr Leben, da braucht es kein solches Geschwätz wie sie es abliefern.

  9. Truncus coeliacus

    @RichardKettner "Und die Nebenwirkungen sind - von einem versehentlichen Ausbrechen der Krankheit oder einem Schock durch die wirkungsverstärkenden Zusatzstoffe - meist weniger schwerwiegend als die Krankheit selber." - Ein Schock (welcher auch immer) ist kein "weniger schwerwiegender Zustand", sondern ein lebensbedrohlicher Zustand. Ich glaube, Sie meinen, dass die Anzahl und Stärke der allergischen Reaktionen gegen einen Inhaltsstoff im Vergleicht zu den Folgen einer Krankheit weit bedeutungsloser sind. "Und wenn Impfgegner meinen, z.B. die Windpocken würden schon nichts schaden: etwa 20% der Menschen, die diese Krankheit hatten, erkranken später an Gürtelrose, da die Viren im Körper bleiben. Wer sich also gegen Impfen entscheidet, ist entweder jemand, der indoktriniert wurde, oder gefährlich schlecht informiert." - Tja, da sind auch Sie leider schlecht informiert. Der Windpocken-impfstoff ist ein Lebendimpfstoff, auch nach einer Impfung mit dem Varicellen-Impfstoff kann eine Gürtelrose im Verlauf des Lebens auftreten. Die durch die Impfung in den Körper eingebrachten abgeschwächten Viren siedeln sich ebenfalls in den Spinalganglien ein und bleiben da ein Leben lang. Die Häufigkeit und die Stärke der Sekundärmanifestation der Varicellen nach einer Windpockenimpfung ist aber geringer als nach einer normalen Windpockeninfektion.

  10. Manuela Kirmse

    #63 Geht es Ihnen noch um's Thema?

  11. Klaus Karg

    @#61: von keinerlei Sachverstand getrübt... "wissenschaftlich" ist an diesen Abhandlungen auch schon gar nichts! Um aus obigem Artikel zu zitieren: "Evidenz zählt, nicht Meinungen"

  12. Veronika Worms

    Herr Schneider wer nicht schneiderkonform ist pflaumt, schon klar, sie haben schon so oft geschrieben sie geben auf oder belassen es, Aber täglich gruesst das murmeltier. Dann lassen sie es doch endlich mal gut sein!

  13. Mario Dilling

    #Matthias Berke Genau so ist es! Normale Untersuchungen sind hier auch nicht das Thema. Vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen! Und nun sagen Sie mir, Sie wurden noch nie auf die -ach so tollen- Zusatz- und Extraleistungen hingewiesen?! Was die KK zahlt ist nur Mist und das, was Ihnen die Ärzte -mit ihrer ach so großen Barmherzigkeit- "anbieten", ist das must have ^^ Lassen Sie es gut sein. Wir werden in diesem Punkt keine Übereinstimmung finden.

  14. Siegbert Richter

    Es gibt wissenschaftliche Abhandlungen von Experten, die aufzeigen, dass Kinder, die nicht geimpft wurden gesünder sind! Auch gibt es Nachweise dafür, dass die Impfstoffe nicht wegen den eigentlichen Impfstoffen eine Immunreaktion zeigen, sondern wegen den Zusatststoffen wie z. B. Aluminium und Nevengifte wie Quecksilber, Formaldehyd (in der Möbelherstellung verboten) und weitere gesundheilich bedenkliche Stoffe...auch gentechnisch veränderte...zu welchen wohle ist nur die Impfung?

  15. Nicky Davies

    Das leidige Thema impfen. Natürlich ist es jedem selbst überlassen , bzw den Eltern. Ich finde jedoch , dass den "Impfgegnern" auch nochmal die Folgen einer möglichen Infektion genauso deutlich aufgezeigt werden sollten wie die möglichen Komplikationen einer Impfung. Diese Aufklärung sollte meiner Meinung nach dann auch unterzeichnet werden. Ich verurteile Impfgegner nicht, habe allerdings Schwierigkeiten Verständnis für ihren Standpunkt aufzubringen. Akzeptieren muss man dies letztendlich aber, genauso wie Impfgegner damit leben müssen, dass ihre Entscheidung nicht immer wohlwollend betrachtet wird.

  16. Michael Schneider

    Veronika Worms: Wenn Sie auf meinen Kommentar antworten, woher soll ich dann wissen, was Sie mir unterstellen und was an andere geht? Sorry, meine Kristallkugel habe ich leider nicht dabei ;-) Zum Thema müde sein: Mindestens genauso anstrengend ist es, wenn jemand Leute mit anderen Meinungen immer gleich anpflaumt und nicht mal auf eine normale Frage genauso normal antworten kann! Insofern fühle ich mich von Ihrer Kritik auch nicht getroffen. Ich nehme niemanden auseinander, ich stelle einfach nur Fragen, die halt auch mal kritisch sein können. Nochmals: Schade, dass Sie nicht ruhig antworten können, wenn man Sie höflich etwas fragt. Ich gebe es hiermit auf!

  17. Ingo Truppel

    #44,@Veronika Worms: Zitat:"Frau schenk wenn Eltern sich dazu entscheiden ihr Kind metallfrei grosszuziehen dann hat man dies zu akzeptieren." Wo leben diese Eltern? Auf einem metallfreien Planeten? In allen möglichen Lebensmitteln gibt es meßbare Anteile an Aluminium. Nutzt man metallisches Besteck, so können Metallionen in den Körper gelangen - auweia... Dieses immer wieder bemühte Argument gegen Impfungen ist nicht haltbar.

  18. Rüdiger Hank

    @ Juergen Huebner #46 - Ja, bei mir kommt der Strom auch aus der Steckdose. Weiter mag ich nicht denken, ...zB, dass chronisch kranke Menschen und oft auch ihre Angehörigen nicht mehr an der Produktivität und dem Gesamtkonsum teilnehmen können, dass diese Menschen kritischer sind, oft Mißstände anprangern und als beispielhaft für gesamtgesellschaftliches Versagen stehen, usw... usf... . Wie war das nochmal mit dem Profit...? . Ihr Beitrag (Zitat): Mit was ist mehr Geld zu verdienen? 1. Mit einer ein-, bzw. mehrmaligen Impfung? 2. Mit den Folgen einer Erkrankung die sich Wochen-, Monate-, Jahre- oder zum Teil auch Lebenslang hinzieht? Das zum Thema Profitgier!

  19. Randa Ibrahim

    Ach und wo wir schon dabei sind Antibiotika sind auch ganz böse und haben teilweise auch ganz schlimme Nebenwirkungen , die sollten nicht mehr eingenommen werden.

  20. Truncus coeliacus

    Ich liebe diese Diskussionen, hier wird wohl wieder lange rumdiskutiert, bis das Forum platzt, aber es ist auch gut so und es macht mir Spaß die unsachlichen Kommentare sowohl von Impfgegnern als auch manchen Impfbefürwortern zu kritisieren. "Hierbei bezieht sie sich auf Aluminium-basierte Wirkverstärker, die viele heutige Impfstoffe wirksam machen." - Nicht jede Impfung besitzt Aluminiumverbindungen als Verstärker. Viele Impfstoffe weisen diese nicht auf. Ein Verstärker im Impfstoff hat seine Funktion. Eine Impfung ist natürlicherweise eine Belastung für den Körper und man möchte, dass der Impfschutz hoch ist (also dass so viele % wie möglich geimpft sind von den Leuten, die sich impfen lassen haben). Der saisonale Grippe-Impfstoff ist sehr schlecht verarbeitet und hat einen Impfschutz von ca. 10 bis im besten Fall 30% (also nur 10-30% der Geimpften mit dem Impfstoff sind wirklich "resistent" gegen die geimpften Stämme), andere Impfungen (z.B. Gelbfieber für Tropenreisen) haben einen sehr hohen Impfschutz (>95%). Gibt es keine Verstärker im Impfstoff, würde der Impfschutz vieler Impfungen niedriger sein, was irgendwie blöd ist. Wenn man die Spritze schon kauft, dann möchte man, dass sie auch wirkt. ""Neben akuten allergischen Reaktionen steht ein breites Spektrum chronischer Erkrankungen im Verdacht, durch Impfungen ausgelöst zu werden" - Lokale akute Reaktionen finden sich relativ häufig bei Impfungen, das ist in der Regel aber kein Problem und verschwindet meist so flüchtig wie sie aufgetreten sind. Manche Impfungen können unter Umständen schwerwiegendere Nebenwirkungen haben, diese sind allerdings spezifisch auf die einzelnen Impfungen. Ein Masernimpfstoff z.B. verursacht nach ca. 7-10 Tagen bei >50% der Kinder hohes Fieber und Krankheitssymptome. Diese sind durch die im Impfstoff enthaltenen lebendigen Viren selbst und nicht durch irgendwelche Zusätze ausgelöst. Bei der Gelbfieberimpfung kann z.B. eine "milde Gelbfieberversion" auftreten.

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