Die Schule geht wieder los - und auch wenn meine Kinder noch zu klein sind, mache ich mir immer wieder Gedanken um ein gesundes Pausenbrot. Sei das nun für den Spielplatz oder den Kindergarten, oder später eben für die Schule.

Gerade außerhalb des vertrauten Zuhauses wird das Kind immer ungesunden Verlockungen ausgesetzt sein. Umso wichtig ist es mir, die vorbereitete Zwischenmahlzeit gesund aber trotzdem interessant für das Kind zu gestalten.

Planung erleichtert den Alltag

Wie bei einem gesunden Lebensstil immer von Vorteil, hilft auch bei der Jausenvorbereitung die Mahlzeitenplanung. Denn wenn man keinen Plan hat, hat man meist auch keine oder wenige gesunde Lebensmittel daheim und wird so keine gesunde Mahlzeit zusammenstellen können. Natürlich kostet Planung Zeit, aber weit weniger als man allgemein annimmt. Und sie spart später Zeit, wenn beim Einkauf und der täglichen Zubereitung nicht mehr mitgedacht werden, sondern einfach nur nach Plan gearbeitet werden muss.

Praktisch muss es sein

Der Snack sollte praktisch und einfach zu essen sein und natürlich gut schmecken. Gute Beispiele sind zum Beispiel ein fruchtiger Obstsalat mit verschiedenen Nüssen (die sorgen dafür, dass die Fruktose nicht so schnell ins Blut geht und das Kind länger satt ist), selbstgemachte Müsliriegel, gesunde Muffins oder Sandwiches mit Vollkornbrot.

Psst: vor Kurzem habe ich auch ein kleines e-Book mit gesunden Snacks "To Go" geschrieben, welches hier kostenlos heruntergeladen werden kann.

Das Auge isst mit

Bunte Lunchboxen oder die gerade so hippen Bento Boxen sind auf jeden Fall eine gute Idee. Es macht den Kindern einfach mehr Spaß daraus zu essen, und ich kann das gut nachvollziehen. Außerdem kann man in solchen Boxen das Essen wirklich sehr schön anrichten, auf Pinterest finden sich zahlreiche Ideen, gesundes Essen toll zu verpacken.

Tipp: viele Kinder finden Wraps viel toller als Brot – und einwickeln lässt sich allerhand, auch feine Gemüsestreifen, hartgekochte Eier etc.

Gesundes Essen tarnen

Nein, damit meine ich nicht, Gemüse in den Smoothie schummeln und sagen, es wäre keines drin. Aber man kann viele Favoriten von Kindern einen Tick gesünder machen:

Ein Erdnussbutter-Marmelade-Sandwich lässt sich auch mit Vollkornbrot, ungesüßtem Erdnussmus und Fruchtaufstrich mit wenig Zucker machen.

Unsere Bloggerin erklärt, wie Sie Ihren Konsum langfristig reduzieren können.


Chicken Nuggets kann man als "Minischnitzel" auch selbst machen – im Backofen, statt in der Friteuse. Und in lustige Formen geschnitten oder ausgestochen schmeckt ohnehin alles besser (da wären wir wieder bei den Bentoboxen, siehe oben)

Mithelfen lassen

Ich lasse meinen Sohn so oft es geht bei der Zubereitung unserer Mahlzeiten mithelfen. Dabei lernt er nicht nur unglaublich viel über gesundes Essen, es ist auch erwiesen, dass Kinder mehr essen, wenn sie selbst mitgekocht haben.

Schon ganz kleine Kinder können Bananen schälen, mit einem Kindermesser weiche Lebensmittel schneiden, Brote schmieren, Salatdressings mixen, etc.

Außerdem lasse ich ihn gerne selbst seine Snacks aussuchen – dabei biete ich einfach zwei oder drei gesunde Alternativen an. Er hat so das Gefühl selbst gewählt zu haben, isst aber trotzdem gesund.

Bildung sorgt für Akzeptanz

Die meisten Kinder gehen durch Phasen, in denen sie nur Süßes essen wollen. Oder kein Gemüse. Das gehört zur normalen Entwicklung dazu und heißt nicht, dass sie nie wieder Brokkoli essen werden.

Wichtig ist, viel mit dem Kind über gesunde Ernährung zu reden und es über die positiven Auswirkungen gesunder Lebensmittel auf den Körper aufzuklären. Natürlich nicht alles auf einmal und im Lehrbuchstil, sondern nach und nach, im Laufe der Kindheit.

Und das Wichtigste überhaupt: gesundes Essen vorleben! Sieht ein Kind seine Eltern nie Gemüse essen, wird es nie einsehen, dass es das essen soll.

Wie ist das bei Ihnen mit der Schuljause? Was geben Sie gerne mit? Ich hoffe jedenfalls, meine Tipps helfen Ihnen ein bisschen!

Ulli Göbl vereint auf "Fit & Glücklich" ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Neben Workouts findet man dort viele Rezepte, DIY-Tutorials und Reiseberichte. Die Bloggerin ist nebenberuflich Fitness- und Ernährungstrainerin.


Comments

  1. Dana Hofmann

    Frau Schmidt, da liegen Sie ganz nah an der Realität. Aber diese Bio-Hauptsache-Gesund-ohne-Zucker-und-Fett-Vegetarisch-oder-Vegan-Demeter-Terroristinnen sind meiner Meinung nach die Schlimmsten!

  2. Romana Schmidt

    In meiner langjährigen Erfahrung als Lehrerin habe ich festgestellt, dass es unter den anstrengenden Kids im Wesentlichen 2 Gruppen gibt. Die, die keine Probleme und Konflikte lösen können, weil Mami und Papi das immer tun (das sind in der Regel Kinder, die als Pausenbrot Vollkornbroten mit Gesichtern mithaben und Gummibärchen für gefährliche Tiere halten) und die, die gelernt haben, Konflikte mit Mobbing oder Gewalt zu lösen. Die haben meistens gar kein Pausenbrot.

  3. Pia Ritter

    Die Bento-Boxen sind genial, aber es dauert und braucht viel Übung die Boxen so ansehlich zu füllen. Die meisten Eltern werden dafür keine Zeit haben. Ich bin auch mit der Scheibe Brot mit Wurst oder Käse groß geworden. Dann gabs noch ein Apfel oder Banane oder Gurke, Tomate und Paprika dazu und gut. Konnte mich nie beschweren. Im übrigen ist das heute noch mein Mittagessen fürs Büro (Abends wird daheim richtig gekocht). Das mit dem gemeinsam das Essen aussuchen und zubereiten halte ich für eine gute Idee. So lernen Kinder den Umgang mit Lebensmittel und probieren doch schon mal eher was. Ich persönlich hab mich früher nicht fürs kochen interessiert, mittlerweile koche ich jeden Tag und es macht Spaß. Zwingen dazu kann man niemand. Die Zeit dafür wird kommen.

  4. Stefan Spagnolo

    #3 Vollkommen richtig, wie konnten wir das bislang ertragen ?

  5. Rüdiger Brandt

    Seltsam. Ich habe zur Schule eine Scheibe Brot belegt mit Wurst oder Käse mitbekommen. Dazu ein Stück Obst. Meine Pausenbrote hatten keine Gesichter. Eingepackt war es in Butterbrotpapier. Nicht in hippe Bento Boxen. Was immer das auch ist. Ich habe es trotzdem gegessen. Wie konnten wir ohne hippe Bento Boxen überleben?

  6. Heinz Müller

    Was ist wichtiger Pausenbrot oder der Pausensnack ?

  7. Heinz Müller

    Früher sprach man vom wichten Pausenbrot. Heute ist es der "Pausensnack" !

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