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Für Beitragszahler sind das endlich mal gute Nachrichten. Im kommenden Jahr können sie darauf hoffen, dass ihnen etwas mehr im Geldbeutel bleibt.

Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur bescheren den Beitragszahlern im kommenden Jahr voraussichtlich eine Entlastung bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Bundesgesundheitsministerium und Bundesversicherungsamt gehen davon aus, dass der Zusatzbeitrages von derzeit 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent reduziert werden kann.

Krankenkassen wollten Senkung verhindern

Die Krankenkassen erwarten zwar höhere Ausgaben und sind deswegen gegen eine Reduzierung. Damit wurde in dem zuständigen Schätzerkreis, dem alle drei Seiten angehören, am Donnerstag kein Einvernehmen erzielt. Doch letztlich legt das Ministerium bis Anfang November den Zusatzbeitrag fest. Wenn es ihn wie erwartet senkt, reduziert sich auch der Gesamtbeitrag für die 54 Millionen Kassenmitglieder im Schnitt von 15,7 Prozent auf 15,6 Prozent vom Bruttolohn. Allerdings ist dies ein Durchschnittswert. Einzelne Kassen können darunter oder darüber liegen.

Einvernehmlich geht der Schätzerkreis von Einnahmen des Gesundheitsfonds im laufenden Jahr von 216 und im kommenden Jahr von 222,2 Milliarden Euro aus. Der Fonds ist die Geldsammel- und -verteilstelle für die Krankenkassen. Bei den Ausgaben erwarten Ministerium und Versicherungsamt für dieses Jahr 226,4 und fürs kommende Jahr 236,2 Milliarden Euro, die Krankenkassen dagegen 227,2 und 237,3 Milliarden Euro.

Der stabile Beitrag ist vor allem auf die anhaltend gute Beschäftigungslage zurückzuführen. Zudem hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Krankenkassen im Wahljahr 2017 zusätzliche 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds zukommen lassen.

Finanzreserven waren Mitte 2017 auf 17,5 Milliarden gestiegen

Mitte des Jahres waren die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Somit wurde im ersten Halbjahr 2017 fast schon der Überschuss des Gesamtjahrs 2016 von 1,62 Milliarden Euro erreicht. Im Gesundheitsfonds, über den die Gelder an die einzelnen Kassen verteilt werden, befanden sich Ende 2016 rund 9,1 Milliarden Euro. Diese Reserve dürfte aber inzwischen kleiner geworden sein.

Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Den Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent zahlen die Arbeitnehmer alleine.

Betriebskrankenkassen kritisieren Beitragssenkung

Die Betriebskrankenkassen (BKK) haben die geplante Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,1 auf 1,0 Prozent kritisiert. Dies sei "kein positives Zeichen für ein solides finanzielles Wirtschaften in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sondern eine Bestätigung der Verzerrungen im tatsächlichen Finanzierungssystem, erklärte der Vorstand des BKK Dachverbands, Franz Knieps, am Donnerstag in Berlin.

Vielen Versicherten würden finanzielle Spielräume zur Beitragssenkung vorgegaukelt, die in der Praxis bei den allermeisten Krankenkassen nicht vorhanden seien. Die optimistische Schätzung der Ausgaben der GKV für 2018 würde sich ebenso als trügerisch erweisen wie die technokratische Orientierung am GKV-Durchschnitt.

Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Doris Pfeiffer, erklärte: "Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einem guten Prozess der finanziellen Stabilisierung. Trotzdem liegen die Rücklagen der Krankenkassen insgesamt unter einer Monatsausgabe. Darüber hinaus sind sie bei den Krankenkassen ungleich verteilt." Deshalb wäre es richtig, den Stabilisierungsprozess der vergangenen Jahre fortzusetzen."© dpa

Comments

  1. Jule Weis

    Eigentlich erstaunlich, dass so viel über ist...so wie die Krankenkassen das Geld rausschmeißen. Habe hier gerade den Fall. Meine Mutter benötigt Pflegehilfsmittel, eine Toilettensitzerhöhung, einen Duschstuhl, einen Nachtstuhl, einen Pflegeheberahmen (kommt ins normale Bett, damit das Lattenrost wie im Krankenhaus bedient werden kann.). Alternativ müsste sie sonst ins Heim, weil sie nicht eigenständig das Bad nutzen kann oder bei jedem Toilettengang müsste eine Pflege dabei sein, weil sie nicht hoch kommt. Ich habe notfallmäßig die ersten 3 Sachen besorgt, weil sie auf einem Sonntag entlassen wurde und kein Arzt sich zuständig fühlte um Verordnungen auszuschreiben. Nun habe ich die Summe von 149,88€ mit den Verordnungen eingereicht. ABGELEHNT! DIE dürfen es nicht sein...ich soll auf den Verordnungen neu Sachen kaufen (Preis für alles zusammen 455,30€ excl. Selbstbeteiligung). Die übernehmen die Kosten von 455,30€ ohne Murren...aber 149,88€ nicht.... Das soll jemand verstehen.

  2. Rudolf Müller

    Dann können wir ja endlich mal wieder in Urlaub fahren!

  3. Martina Christiansen

    @martin lüders web, web, web, gmx ist web! lachmichkrumm (bitte nicht "krumm" nehmen).

  4. Martin Lüders

    Wieder so'n schiefer Deal wie damals unter Ulla Schmidt, wo die Krankenkassen nach Einführung der Praxisgebühr nichts mehr von einer Beitragssenkung wissen wollten. Also, GMX, müllt uns nicht mit diesen halbseidenen Meldungen zu.

  5. Manfred Heinrich

    Ich weiß gar nicht, was ich mit dem eingesparten Geld machen soll? Wahrscheinlich in die Pflegeversicherung stecken. Die wird teurer, seit dem jeder in den Pflegeheimen in eine der Pflegegrade gesteckt wird. Fragt Mal Angehörige in den Pflegeheimen, warum sie auch noch die Investitionskosten bezahlen dürfen. Das ist der Passus zum Gelddrucken. Es gibt Privatunternehmen, die machen Werbung für Anleger. Eine Rendite von 8 bis 10 Prozent wird versprochen und bezahlt. Was die Krankheitskosten unserer Goldstücke angeht. Die sollten ja so gesund sein. Deshalb wurde in NRW ein Monatsbeitrag von 90 Euro pro Goldstück vereinbart. Pech nur für die GKV. Die Kosten belaufen sich auf ca. 145 Euro, pro Monat, pro Goldstück. Macht eine Unterdeckung von 55 Euro, die die GKV als Beitragszahler bezahlen. Kann man alles googlen. Oder bei der AOK Hamburg nachsehen. Meine Heimatgemeinde hat gerade noch geklagt, das sie eine Unterdeckung von 4.000 Euro pro Goldstück, pro Jahr hat. Dazu kommen noch 5.000 EU- Inländer aus Bulgarien und Rumänien. Alle mit so prima Berufe wie Schafhirte, Kessel Flicker, oder irgend etwas mit Baugewerbe. Wobei bei letzteren ich mich Frage, warum die Gemeindestraßen, Schulen und Turnhallen immer mehr Reparaturbedürftiger werden.

  6. Andy Blechschmidt

    Warum eigentlich das große Jammern und Wutgeheul? Zumindest 26,8% der Wähler haben doch die elitäre Gesellschaft wieder gewählt !!! Natürlich bei diesem Wählerkreis nur ein minimaler Prozentsatz gesetzlich krankenversichert !!! "Freuen" wir uns darauf wenn ein FDPler Gesundheitsministerium übernimmt erinnere dabei an die Herren Rösler und Bahr als Vorgänger von Gröhe !!!

  7. Wilfried Döring

    Das reicht ....

  8. Wilfried Döring

    Null-komma-ein Prozent ?? Toll !!! Das eicht noch nicht mal für ein Bier zum Essen - und ich bin kein Sozialrentner ..... echt Toll !!!

  9. Mike Schabel

    Die Kassen in Deutschland haben Milliarden Überschüsse und wie gnädigt ist es wenn man die Beiträge um 0,1 % senkt. Hauptsache die Vorstände der Krankenkassen habe Ihr "fettes" Gehalt und Ihre Provisionen, da könnte soch gesprat werden, auch an den Urlaubs und Weihnachtsgelder so wie in anderen Berufszweigen. Es gibt teilweise in den Firmen nur noch Tantiemen. Das bedeutet hat das Unternehmen bzw. die einzelenen Abteilungen über das Jahr gur gewirtschaftet dann gibts auch was für die Mitarbeiter. Wenn die Angestellten der Krankenkassen jedenfalls Ihre Urlaubs und Weihnachtsgelder bekommen dann haben diese anscheinen laut der Vorstände gut gewirtschaftet, was aber eigentlich nicht sein kann wenn immer gejammert wird und für jeden Versicherten für eine und die selbe sache drei Briefe geschrieben werden non den Beamtengehältern und Zulagen ganz zu schweigen.

  10. pe En

    Auch hier geht es ums Geldverdienen. Weiß jemand, wie viele Krankenkassen es gibt, wie die Hierachien sind, wie viele Zweigstellen es gibt? Mir hat mal jemand (Mediziner) erzählt, dass jeder dieser Manager mit 100 000 € p a nach Hause geht. Peanuts, wenn man dies auf die Menge der Versicherten hochrechnet. Nur was mich schockiert ist, wenn jemand wirklich krank ist (Kinder mit Leukämie), warum müssen dann die Eltern nach Spendern suchen. Ich war mal beieiner Typisierung. Dort hat man für die Untersuchungen Geld gesammelt. Jede kostet 100€. Das ist den Krankenkasen zu teuer. Kinder gehen schließlich nicht wählen. Die kann man sterben lassen. Und die alten Herrschaften werden künstlich am Leben gehalten. Da müssen Patientenverfügungen her, die dann möglichst noch bestritten werden. Aber das bringt Geld für die Krankenhäuser. Wer muss das verstehen? Bevor ich als nicht mehr ansprechbares Stück Fleisch in einem Bett jährelang verrotte, wäre es mir lieb, wenn man mir beim Sterben behilflich wäre. Das Geld, was meine Pflege dann nicht mehr kostet, können sie gern einem jungen kranken Menschen geben. Der hat wenigstens dann noch die Aussicht auf ein Leben.

  11. Martina Christiansen

    Ach, ich freu mich auf eine "Könnte Beitragssenkung" meiner Krankenkasse!!!!! Sowas Positives gibt´s nicht alle Tage. lachmichkrumm

  12. Matthias Müller

    Leute laßt Euch doch nicht verarschen! Erstens heißt es "könnte" sinken. Und das "könnte" wissen wir ja nun schon zur Genüge, was das bei dieser Regierung heißt! Zweitens wird dann der Beitrag im darauffolgenden Jahr um das doppelte wieder ansteigen, nach der Devise gebe 1 Euro nehme 2 Euro!

  13. Rita Sch

    Frau Kramer das würde mich auch sehr interessieren denn beim Personal kommt da nichts an. Viele Häuser sind mittlerweile Privat und die werden hin und her verkauft an Hedge Fonds,welche kurze Zeit da sind und dann an den nächsten verkaufen . Mit jedem Verkauf weniger Personal und mehr Einsparungen am Patienten. Das macht das System kaputt

  14. Hans Eitel

    In den Krankenkassen-Aufsichtsräte sind unsere BT.Abgeortnete drinn.Was wollt ihr eigendlich ??Siehe zbw.Friedman,CDU er ist im Hess.Rundfunk Aufsichtsrat ,wie alle Politiker

  15. *****

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  16. Corinna Kramer

    Weil wir gerade bei den Krankenkassenkosten sind - denke gerade an den Pflegenotstand - wie passt das dann zusammen, dass man für die lieben Verwandten 4000 - Viertausend Euro im Monat im Heim zahlen muss - mehr Transparenz wäre mir lieb und vielleicht ein Fall für den Herrn bei RTL - habe den Namen jetzt vergessen - 75 ist er wohl gerade geworden. Wer sind diejenigen, die sich eine dicke Nase verdienen?

  17. Andy Blechschmidt

    17,5 MILLIARDEN Finanzreserven, Dank Krankenkassen-Zusatzbeiträge nach Belieben und immerzu weitere Medikamente und Leistungen die nicht mehr von den GKV übernommen werden ! Politik und allen voran Gesundheitsminister Gröhe CDU bekommen NEGATIAUSZEICHNUNG Fass ohne Boden !

  18. Hans Eitel

    #57Alex der schmolldt. Sind wir hier in Österreich .lieber Herr Schmolller???Ich weiß, wovon Ich rede hier...

  19. Alexander Schmoldt

    An alle die sich aufregen hätte man nur eine Parteiwählen können, die das private Systemabschafft, damit alle die mehr als 5000 Euro im Monat verdienen sich nicht rauskaufen können und dann weniger zahlen. Sondern das alle einzahlen mit ein ander, wieso darf eine Familie Quadt von 1 Milliarde 25% versteuern und sonst nix, und auf meinen Lohnzahl ich 14-43% Steuern 7,3+1,1 Krankenkasse 9% Rentenkasse und dazu noch Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung?(funfact die AfD will die letzten zwei privatisieren wie die Rente oder Krankenasse AfDProgramm Seite 73.) Und damit zahlt der Durchschnittsverdiner zwischen 40.000-60.000 Jährlich mehr als die Millionäre, (Mittelstandbauch googlen wer es nicht glaubt) hätte es nur 1-2Partei gegeben die man hätte wählen können, damit der Gesamtbeitrag unter 12% sinkt, wenn alle Einkommen ohne Beitragsbessungsgrenze einzahlen, keine zwei klassen Medizin für Anwälte Ärzte Beamte Architekte und viele andere noch besser verdiener und Millionäre. Gab es die Linke und die Grünen hat Mechanism für Krankenkasse und Rentenkasse bei den Grünen hiße das Bürgerversicherung und bei den Linken Solidarkassen, oder so ähnlich. Und wer hier was gegen die Flüchtlinge sagt, in Österreich wurde von 2000-2010 geschaut wenn man aufgenommen hat und von 2005-2015 was die gemacht haben, im Schnitt haben Flüchtlinge nach 3 Jahren mehr eingezahlt als sie rausbekamen und nach 5-7 Jahren insgesamt ihre Integrationsleistung zurück gezahlt, dafür muss man aber auch integrieren, vor allem Mitsprachkursen die es bis heute nicht mal für 50% der Leute gibt, 2 Jahre nach der Krise toll oder? Merkel DeMisiere Altmaier? Das war die scheiß konservative neoliberale Politik der CDU, und machen wollen mit derAfD noch konservativer und neoliberaler? mal nachgedacht vorm hetzen? Man hätte also ein system wählen können, in dem nicht 1% mehr drin war sondern, 2% Krankenkasse+1,1% Zusatzbeitragt, 1%Rentenkasse, und durch progressiver Steuer 5-10% mehr im Monat.

  20. Hans Eitel

    Die Dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber...siehe BT.Wahlen.alles war vorher schon geplant: "Merkel BLEIBT!!"Es hat und wird sich nie was verändern,auch die Krankenkassenbeiträge nicht.

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