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Ein Job reicht vielen nicht zum Leben. Die Zahl der Menschen, die parallel mehrere Beschäftigungsverhältnisse haben, ist deutlich gestiegen.

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland gehen mehreren Jobs nach. Binnen zehn Jahren nahm die Zahl der Mehrfachbeschäftigten nahezu kontinuierlich um rund eine Million auf 3,2 Millionen im vergangenen März zu, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Erhebung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht.

Die Linken im Bundestag hatten die Zahlen bei der BA angefragt.

Das Einkommen aus einem Job reicht einfach nicht mehr aus

Auch im Vorjahresvergleich nahm die Zahl zu. Im März 2016 waren knapp 3,1 Millionen Arbeitnehmer betroffen. Bis Jahresende nahm die Zahl zu, um seither wieder leicht abzusinken.

2018 ist Reduzierung des durchschnittlichen Beitrags möglich.


Mit 2,7 Millionen Betroffenen ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit mindestens einer zusätzlichen geringfügigen Beschäftigung die häufigste Kombination.

Mehr als 310.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte haben mindestens einen weiteren solchen Job.

Eine dritte Variante ist die Ausübung einer ausschließlichen geringfügigen Beschäftigung und mindestens einer weiteren geringfügigen Beschäftigung. Das betraf über 260.000 Menschen.

Die Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte: "Für immer mehr Beschäftigte reicht das Einkommen aus einem Job nicht mehr aus. Der überwiegende Teil dürfte aus purer finanzieller Not mehr als einen Job haben und nicht freiwillig."

Arbeitslosigkeit auf Rekordtief gesunken

Viel zu viele Menschen seien arm trotz Arbeit. "Die scheidende Bundesregierung hat hier auf der ganzen Linie versagt", kritisierte Zimmermann.

Die Einführung des Mindestlohns sei nicht ausreichend gewesen, um Arbeit existenzsichernd zu machen.

Nötig seien dessen Erhöhung und die Abschaffung von "Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit".

Die Arbeitslosigkeit ist zuletzt auf ein neues Rekordtief gesunken. Knapp 2,5 Millionen Arbeitslose gab es im September.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich von 26,8 auf knapp 32 Millionen zu, die der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sank von 5,2 auf rund 4,9 Millionen.

Viele Menschen, so prophezeien Experten, werden künftig ihren Lebensstandard alleine mit der staatlichen Rente nicht halten können.


© dpa

Comments

  1. Ruth weber

    Es gibt keine Armut in Deutschland. So IM Erika!

  2. Sebastian Kelm

    *die Raute der absoluten Idiotie mach und in die Kamera lächel* "Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste seit der Wiedervereinigung!"

  3. Thomas Rudolph

    #369 Brin Davoine Natürlich ist ein Grundeinkommen an der Wirtschaftsleistung orientiert. Ausgehend vom Bruttosozialprodukt der letzen jahre würde das heute einem Grundeinkommen von ca 750 € entsprechen. Entscheidend ist doch, dass der Wert des Menschen in der Gesellschaft sich dadurch grundlegend ändert. Das Recht auf Einkommen ersetzt den Druck, um jeden Preis arbeiten zu müssen. Löhne und Gehälter würden sich durch die Nachfrage regeln und nicht durch das Angebot.

  4. Friedhelm Ermisch

    Erst die kommunistische Herrschaft der Merkelbande hat das Sozialystem zum Erbrechen gebracht.

  5. Stefan Bahs

    @381, da unterschreibe ich fast Alles, nur der Verweis auf die AFD wird von mir abgelehnt. Wen bitte sehr hätte man denn , wenn man Protest wählen wollte, da sonst wählen sollen? Die Linken? Eher nicht. Die SPD ? Auch eher nicht!

  6. Jasmin MEYER

    und was essen wir morgen würde die cdu sich gerne auf einen plausch mit der csu einlassen und den linken eins damit auswischen damit die grünen sich in ihrer meinung zur aussenpolitik unverstanden in der eigenen mitte wieder finden sollen und die fdp sich schön dabei raushält insofern die spd recht damit behalten soll vor den bürgern in deutschland sich zu verbürgen

  7. Katarina Andratzek

    Viel wichtiger als Arbeit sind Gesundheit und die Fähigkeit mit Geld umzugehen. Wenn man mehrere Jobs braucht, um so zu leben, dass es reicht, macht man seine Gesundheit auf Dauer kaputt. Wenn man keine Arbeit hat muss man es mit Schopenhauer halten und sehen, was man hat und nicht was man nicht hat. Und was hat man als Arbeitsloser: Zeit. Diese Zeit nutze ich um clever einzukaufen und weniger auszugeben. Dieser Woche ist Freitag und ich habe bisher nur 20EUR zum Leben gebraucht. Allen hier Gesundheit und noch ein Spruch von Tagore: "Die Dummen rennen, die Schlauen warten, die Weisen gehen in den ..." Zu welcher Kategorie man gehört, bleibt jedem selbst in der Entscheidung frei. Ich habe lange gebraucht um aus dem Hamsterrad des permanenten Jobstresses rauszukommen. Wer sich über Arbeit definiert, ist nicht selbst-, sondern gesellschaftsbestimmt. Ich gehe gerne wieder arbeiten, wenn die Rahmenbedingungen passen.

  8. Willi Ziehm

    für Regina Teuber: "Deutsche wühlen in Abfallbehältern ..." Ja - und wenn sie dabei erwischt werden, werden sie bestraft ... Da sagen wir doch: Danke, Kanzlerin! Ja - Deutschland geht es gut - und das ist ein Grund zur Freude ... Man muß eben nur zu den Krisengewinnlern gehören ... dir restlichen 99,99% des blöden Volkes haben eben einfach Pech gehabt.

  9. Martina Mohr

    @ Frau Teuber - richtig so!!! Für jeden Flüchtling (und die meisten davon sind unberechtigt hier im Land) wird mehr Geld zur Verfügung gestellt, als für die eigene Bevölkerung, die ihrer geregelten Arbeit nachgeht! Die Herren und Damen Flüchtlinge leben in Saus und Braus - haben Minimum ein Handy, Fahrräder, Markenklamotten am Leib, Wohnungen - ihnen geht es richtig gut! Die Deppen, die arbeiten, können ja sehen, dass sie mit mehreren Jobs überleben können! Es ist eine Schande............ nur als Anmerkung: mich betrifft das nicht - ICH ARBEITE UND VERDIENE MEINEN UNTERHALT)

  10. Karlheinz Schuberth

    Die Gewerkschaften sind in Deutschland nahezu in der Bedeutungslosigkeit versunken - leider. Die Arbeitnehmerschaft in Deutschland sollte endlich erkennen, dass sie ohne eine Renaissance der Solidarisierung dem Fluch der Globalisierung nicht entkommen kann.

  11. Friedhelm Ermisch

    Das haben die Kommunisten schon zu Zeiten der DDR vorausgesagt. ("Bei Tarifverhandluingen in der BRD sitzt die DDR unsichtbar mit am Tisch.") Ich habe es damals nicht geglaubt. Dass ausgerechnet ein SPD-Kanzler diese Zustände herbeiorganisiert hat, konnte man damals nicht ansatzweise erahnen! Nun heisst noch dazu "refrugees welcome". Traurig traurig, was man mit uns gemacht hat,

  12. Werner Thunert

    Da lamentieren nun die Gekniffenen, richtigerweise. Nur einmal in 4 Jahren haben sie ihre Stimme abzugeben und sie verschenken sie an eine "Neoliberale Mischpoke" die nichts, noch nicht mal das Schwarze unterm Fingernagel eines Ölarbeiters übrig hat, für die Malocher. Es ist ein Jammer hoch 10.

  13. Bernd Frahn

    Was soll das ganze??? Ihr habt doch die Kreuze wieder bei den etablierten Parteien gemacht und jetzt jammern. Mir tun schon die leid, die 2040 in Rente gehen (Besteuerung)..aber wer weiß das schon..was da Gesetz sein wird, aber eben wieder Merkel wählen. Ich habe AfD gewählt und hebe meine Mitgliedskarte gut auf, weil ich später sagen kann " ich habe nicht gejammert und die Karre weiter in den Dreck geschoben, ich habe versucht noch was zu retten!". Und die Linken und Grünen können nach Venezuela gehen mit Ihrer Weißheit...diese Gehirnkrücken aber hier geht es denen zu gut. Finanziert von Georg Soros

  14. Josef Berger

    Es sollten viel mehr Leute die gut ausgebildet sind, diesem Land den Rücken kehren. Fachkräfte aus Deutschland genießen nach wie vor einen sehr guten Ruf im Ausland (Österreich, Schweiz usw.) Soll Mutti doch schauen, wie Sie dann zurecht kommt wenn nur noch Leute im Land sind die nichts einzahlen in die Kassen.

  15. Jasmin MEYER

    und die afd setzt noch einen drauf und gibt im bundestag den pausenclown ab

  16. Stephan Maier

    Ich warte auf den Tag, an dem die Deutschen endlich wach werden. Da dürfte es dann allerdings zu spät sein (ist es im Prinzip jetzt schon)!

  17. Mick Jäger

    "Arbeitslosigkeit auf Rekordtief gesunken" lautet eine der Schlagzeilen! Könnte beinahe richtig sein wenn man bedenkt wieviele Menschen schon zwei, drei Jobs auf einmal ausüben müssen um sich ihren Lebensunterhalt verdienen zu können (US- amerikanische Verhältnisse lassen Grüßen!). Was diese ca. 40% prekär Beschäftigten (Stand 2014) in Zukunft von der eventuell schwarz-grün-gelben Regierung zu erwarten haben konnte man gestern in der Sendung "Maybrit Illner" erfahren: ÜBERHAUPT NICHTS !!! Diese sehr, sehr große Gruppe unserer Mitbürger sind die Dumpfbacken der Gesellschaft und sollen statt auf soziale Erleichterungen zu hoffen / warten sich "mehr bilden", um den Anschluss an das kommende "digitale Zeitalter" nicht völlig zu verpassen. Diese zukünftig neoliberale, neofrühkapitalistisch, grünschimmlig eingefätbte Regierung wird uns (ca.85% der deutschen Bevölkerung) zeigen wo der Hammer hängt. KEINE GNADE DEN SCHWÄCHSTEN UNTER UNS-WOHLSTANDSANHÄUFUNG FÜR UNTERNEHMEN, KONZERNE, BÖRSENNOTIERTE WIRTSCHAFTSZWEIGE & FINANZHAIE IM VERBUND MIT DEN BANKEN ! ! !

  18. Willi Ziehm

    für Diethart Bremerich: "...An Frankreich kann man sehr gut sehen, was Sozialismus bewirkt." Wiede reiner, der nicht kapiert hat, daß diese Zuschreibungen nicht mehr passen. Schröder, der Erz-Sozi, war einer der schlimmsten Arbeiterverräter, man nannte ihn ja schon zu Lebzeiten entlarvend den Genossen der Bosse ... die amtierende Kanzlerette treibt es genau so ... Es ist völlig egal, wer auf dem Thron sitzt - alle paktieren mit dem Kapital und machen artig, was dies von ihnen verlangt ... Und die heilgeinscheinumkränzten Friedensengel, die GrünInnen, führten Krieg auf dem Balkan und machen nix in Richtung Latentwärmespeicherung, was unsere Umwelt und unsere Außenhandelsbilanz massivst entlasten könnte ... ich schrieb an die BT-Fraktion .. und bekam eine niederschmetternde Antwort ... das geht denen kanpp am Gesäß vorbei ... So viel zur Vertrauenswürdigkeit dieser Po-litiker! Alle gekauft.

  19. JOHANNA NAUBER

    LEIHARBEIT verbieten!DAS ist moderner SKLAVENhandel!Und Betrug an den Sozialversicherungssystemen dazu!

  20. Andreas Bex

    Ich habe in meinen zwei Kommentaren mal kurz aufgelistet woher die Geringverdiener kommen. Auf Länderebene sind die Länderregierungen gefragt hier endlich einen Riegel vor zu schieben. Im Einzelhandel muss man sich wieder stärker mit Flächentarifverträgen beschäftigen. Und Genau der Mindestlohn muss auf 12,80 Euro angehoben werden. Die Abschaffung der kalten Progression und Steuersenkung im Mittelstand dringendst angeraten. Der Mittelstand birgt prozentual die meisten Arbeitnehmer.

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